Brennpunkte im Gepäck

von Redaktion

Bei Bayern geht es vor BVB-Spiel auf drei Positionen um die Wurst

Es geht ruppig zu: Laimer gegen Musiala.

Wieder am Ball: Neuer ist seit Montag im Training, fliegt aber noch nicht durch die Luft. © Philippe Ruiz (3)

München – Am freien Mittwoch haben die Stars des FC Bayern noch mal Zeit zum Durchschnaufen – dann geht es Schlag auf Schlag. Donnerstagnachmittag Training, Freitagnachmittag Training, und schon heben die beiden Maschinen in Richtung Dortmund ab. Das „wichtigste Spiel des Jahres“ aber wirft seinen Schatten schon auf die gesamte Woche an der Säbener Straße, denn es ist nur logisch, dass jeder dabei sein will – aber nicht jeder dabei sein kann. Vor allem auf drei Positionen sind die Plätze umkämpft. Unsere Zeitung beleuchtet die Brennpunkte im Bayern-Kader.

Tor: Schon am Samstag, nach dem 3:2 gegen Eintracht Frankfurt hat Max Eberl aufhorchen lassen: Auf die Frage, ob ein Einsatz von Manuel Neuer ausgeschlossen sei, sagte er bestimmt: „Nein!“ Am Montag dann bestätigte sich die Hoffnung an der Säbener Straße. Zwar trainierte Neuer eine gute Woche nach seinem Muskelfaserriss in der Wade noch nicht mit den Torwart-Kollegen, zeigte sich in einer individuellen Einheit aber schon wieder relativ spritzig. Intern ist der Plan, von Tag zu Tag zu schauen – auch am Dienstag ist Neuer noch nicht geflogen. Parallel bereitet sich Jonas Urbig auf den zweiten Startelf-Einsatz hintereinander vor. Obwohl er gegen Frankfurt am Gegentor beteiligt war, sagte Kimmich: „Jonas macht es sehr gut. Er hat eine super Entwicklung genommen und ist eine gute Waffe.“ Dass Neuer im „Klassiker“ spielen will und wird, wenn er denn kann, ist aber auch klar. Nicht nur die Schalke-Vergangenheit, sondern auch die Erfahrung sprechen für den „Oldie“: Für Neuer wäre es die 45. Partie gegen den BVB, für Urbig die dritte. Die ersten beiden fanden in der U17-Bundesliga statt.

Außenverteidigung: Der erneute Ausfall von Alphonso Davies ist bitter, seine Schnelligkeit wäre im Topspiel gerne genommen gewesen. Aber immerhin gibt es Hoffnung bei der „Allzweckwaffe“ Konrad Laimer. Die leichten körperlichen Probleme, die den Österreicher am vergangenen Wochenende zur Pause gezwungen hatten, sind auskuriert, bereits am Montag trainierte Laimer wieder im Kreise der Teamkollegen. Das heißt auch, dass es für einen der beiden Außenverteidiger Josip Stanisic oder Hiroki Ito eng wird. Spielt Ito, wird Laimer wohl rechts auflaufen; spielt Stanisic, wurde Laimer auch schon links eingesetzt. Raphael Guerreiro hingegen spielt seit Beginn des Jahres – egal ob angeschlagen oder nicht – kaum mehr eine Rolle.

Offensives Mittelfeld: Wer vorne gesetzt ist, ist klar: Die drei Herren, die in den europäischen Topligen – zieht man Strafstoß-Tore ab – die ersten drei Plätze der Scorer-Liste belegen. Der am Dienstag im Training absente Michael Olise (34), Harry Kane (33) und Luis Diaz (31) sollen Dortmund schwindelig spielen, um die Wurst aber geht es auf dem einzig vakanten Platz der Bayern-Offensive. Während Serge Gnabry bis zuletzt in den vermeintlichen Topspielen meist hinter Kane ran durfte, drängt Jamal Musiala nach seinem Bundesliga-Startelf-Comeback am Samstag verstärkt zurück ins Team. Noch ist der 22-Jährige von seiner Topform entfernt, er braucht aber Spiele auf höchstem Niveau, um sie aufzubauen. Es bahnt sich ein Triell an, in dem auch Lennart Karl gerne ein Wörtchen mitreden möchte. Gegen Frankfurt kam der seit Sonntag 18-Jährige gar nicht zum Einsatz.H. RAIF, P. KESSLER

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