Lea Schüller stürmt seit Kurzem in England. © Staples/AFP
Frankfurt am Main – Bundestrainer Christian Wück plagt beim Jahresauftakt der deutschen Fußballerinnen die Frage: Wer trifft endlich zuverlässig das Tor? Eine Knipserin, monierte Ex-Kapitänin Alexandra Popp jüngst im RND-Podcast, fehle den DFB-Frauen noch zur Titelreife. „Die Einzige, die sehr häufig für richtig Torgefahr gesorgt hat, war Klara Bühl mit ihren Einzelaktionen“, sagte die einstige Torgarantin Popp vor dem Start der WM-Qualifikation.
Für ihre Erbinnen beginnt 2026 mit der Jagd auf das direkte Ticket für die Endrunde 2027 in Brasilien. Im Kampf um den nötigen Gruppensieg geht es zunächst am kommenden Dienstag (17.45 Uhr/ARD) in Dresden gegen Slowenien und vier Tage später in Stavanger gegen Norwegen (18.00 Uhr/ZDF-Livestream).
Wück hat mehrere Optionen. Eine davon ist Lea Schüller, die im Winter dem FC Bayern den Rücken gekehrt hat und zu Manchester United gewechselt ist. Wück prophezeite, in England werde sich Schüller „körperlich, athletisch unheimlich weiterentwickeln“.
Weitere Kandidatinnen sind Selina Cerci (Hoffenheim), Nicole Anyomi von Eintracht Frankfurt und Shekiera Martinez. Die Mittelstürmerin von West Ham bekam im Nations-League-Finale als Joker eine Chance. Im Gegensatz zu Vanessa Fudalla, die mit Cerci die Torschützenliste der Bundesliga anführt und nicht nominiert wurde. Ihr spricht Wück (noch) die nötige internationale Klasse ab – zum Unmut ihres Vereinstrainers. „Vanessa setzt sich auch regelmäßig in der Liga gegen Gegner durch, die international spielen. Ich kann dieser Argumentation nicht folgen“, klagte Roberto Pätzold. Erstmals im Kader sein werden hingegen Larissa Mühlhaus (Bremen/23) und Sophie Weidauer (Union Berlin/24).SID