Leverkusen: Bloß nicht gegen Bayern

von Redaktion

Keinen Bock auf Bayern: Robert Andrich (r.). © Vogel/EPA

Leverkusen – Wenigstens der Stadion-DJ verbreitete gute Laune. Als die Profis von Bayer Leverkusen trotz des Achtelfinaleinzugs ihr „Frustbier“ herbeisehnten und schon bange „Wünsch dir was“ spielten, dröhnte der Schlagerhit „Griechischer Wein“ aus den Boxen. Doch die provokante Musikeinlage lockerte die Stimmung kaum, zu groß waren der Ärger über die dürftige Nullnummer gegen Olympiakos Piräus – und die Sorge vor einer „bayerischen Woche“. Bloß nicht die Münchner, lautete das Motto.

„Ich würde ungern eine deutsche Mannschaft haben, damit vielleicht noch genug deutsche Mannschaften drin bleiben können“, betonte Kapitän Robert Andrich nach den Playoffs bei Prime Video angesichts des drohenden Duells mit dem FC Bayern. „So früh wieder gegen eine deutsche Mannschaft zu spielen“, meinte auch Jonas Hofmann, habe „nicht so diesen Champions-League-Charakter“. Er hoffe deshalb auf den FC Arsenal, „weil das für mich ein bisschen mehr Flair hat“.

Im Vorjahr war Leverkusen im Achtelfinale an den Münchnern gescheitert. Nicht nur deshalb hoffen sie im Rheinland, dass ihnen ein „Bayern-Viererpack“ erspart bleibt. Sollte Bayer bei der Ziehung am Freitag erneut der deutsche Rekordmeister zugelost werden, ginge es aufgrund des Ligaduells binnen einer Woche dreimal gegeneinander. Dazu kommt das Pokal-Halbfinale im April. Auch Trainer Kasper Hjulmand wünscht sich den Premier-League-Spitzenreiter.

So oder so muss sich die wankelmütige Werkself unter den 16 besten Teams Europas als Außenseiter beweisen. Egal, gegen wen es geht.DPA

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