BVB lehnte Musiala ab

von Redaktion

Das Dortmunder Scouting-Team beschäftigte sich einst intensiv mit dem Bayern-Star

Musiala im Duell mit Schlotterbeck (re.). © Wedel/Imago

München – Beim FC Bayern reifte Jamal Musiala zum Mega-Star. Doch rein theoretisch könnte der Offensiv-Star im Meisterschafts-Gipfel am Samstag (18.30 Uhr, Sky) in Dortmund auch das schwarz-gelbe Trikot tragen.

Wie unsere Zeitung erfuhr, befasste sich das Toptalente-Scoutingteam des BVB einst intensiv mit Musiala. Die Dortmunder Talentespäher fanden den Ausnahmefußballer in der Jugend interessant und beobachteten ihn regelmäßig.

Zeitgleich war aber auch Jude Bellingham auf dem Radar des BVB. Beide Jungspunde glänzten damals noch in der englischen Nachwuchsnationalmannschaft. Bellingham spielte seinerzeit bei Birmingham, Musiala noch beim FC Chelsea.

Nach unseren Informationen trauten die Dortmunder Bellingham allerdings früher den Sprung zu den Profis zu als Musiala. Der gebürtige Stuttgarter fiel zwar durch seine starke Technik auf. Doch in puncto Reife und Körperlichkeit sahen ihn die BVB-Scouts damals noch hinter Bellingham, an dem auch der FC Bayern seinerzeit starkes Interesse zeigte.

Im Endeffekt entschied sich Dortmund gegen Musiala und bemühte sich stattdessen um dessen Kumpel Bellingham. Mit Erfolg. 2020 wechselte der Mittelfeldspieler für rund 30 Millionen Euro von Birmingham zum BVB.

Und Musiala? Im Zuge der Verhandlungen um das damalige Chelsea-Juwel Callum Hudson-Odoi, der wie Musiala seinerzeit von seinem Bruder Bradley Hudson-Odoi (Boss Talent Sports) vertreten wurde, bekam der FC Bayern per Zufall 2019 den Zuschlag. Die geringe Gebühr: nur 250 000 Euro Ausbildungsentschädigung. Ein mutiger Transfer der damaligen sportlichen Leitung um Hasan Salihamidzic und Marco Neppe, der Musiala 2018 bei einem Nationenturnier in Paris zum ersten Mal beobachtete.

„Ich kann mich an fast kein Ergebnis mehr erinnern, aber an zwei Spieler und das sehr genau: Jude Bellingham und Jamal Musiala, die bei den Engländern zusammengespielt haben. Das war spektakulär“, so Neppe 2022 bei Sky.PHILIPP KESSLER

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