Eis-Schlacht eskaliert

von Redaktion

DESG-Präsident wehrt sich gegen Vorwürfe und zieht vor Gericht

Berlin – DESG-Präsident Matthias Große hat zum Rundumschlag gegen die kritische Berichterstattung der ARD ausgeholt und sämtliche Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. „Leute, die mich denunzieren und meinen Verband auf die Schlachtbank führen, mit denen teile ich nur noch den Gerichtssaal“, sagte der 58-Jährige auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Berlin.

Diese war aufgrund der Vorwürfe gegen die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) und seine Person, die in einer ARD-Recherche öffentlich gemacht wurden, einberufen worden. Den verantwortlichen Journalisten Hajo Seppelt und Jörg Mebus wurde per Anwaltsschreiben der Zutritt verwehrt. Der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) und auch ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sprachen von einem „klaren Eingriff in die Pressefreiheit“.

Große droht mit einem langen Rechtsstreit. Der Lebensgefährte der Olympiasiegerin Claudia Pechstein wies mit seinem Team sämtliche Vorwürfe, der Verband würde die Sportler vernachlässigen, Haushaltspläne zurückhalten und Prämien nicht oder nur stark verzögert auszahlen, kleinteilig zurück. Auch ein „Klima der Angst“ gebe es nicht, Athleten selbst waren nicht vor Ort.

Fridjof Petzold hatte den Verband während der Winterspiele öffentlich kritisiert, eine Disziplinarkommission soll über Konsequenzen für den Olympia-Teilnehmer entscheiden.SID

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