HEINRICH HEUTE

Klopp und Schopenhauer

von Redaktion

Jürgen Klopp soll als Red-Bull-Zahnfee nicht mehr unumstritten sein. Das wundert uns nicht. Denn Kloppo kümmert sich nicht allzu erfolgreich darum, bei den Brausejungs eine neue „Fußball-Philosophie“ zu entwickeln. Was treibt man da als Strafraum-Schopenhauer (Hauer, haha)? Studiert man Descartes („Ich presse, also bin ich“)? Variiert man Kant („Habe Mut, dich deines eigenen Außenverteidigers zu bedienen“)? Im Endeffekt ist das alles hochgestochener Quatsch. Fußball braucht keine Philosophen. Hier gilt: Rehakles statt Sokrates. Das Runde muss ins Eckige. Regelhüter statt Hegelhüter. Oder, frei nach Doktor Müller-Wohlfahrt: „Ich renke, also bin ich.“ Man könnte allenfalls über die Platon-ische Beziehung von Red Bull Leipzig zur Meisterschale sinnieren. Denn natürlich hatte Friedrich Nietzsche als bekennender Freund des FC Bayern völlig recht: Gott ist rot.

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