Hielt durch: Nikola Vasilj. © dpa/Heiko Becker
Sinsheim – Nikola Vasilj sah mit seiner geschwollenen Nase aus wie ein geschlagener Boxer, doch das Grinsen wich dem Schlussmann des FC St. Pauli nach seinen Heldentaten nicht aus dem Gesicht. „Er hat seiner Mannschaft den Sieg festgehalten“, lobte sein Gegenüber Oliver Baumann: „Ich mag ihn, er ist ein guter Torwart.“ Beim überraschenden 1:0 des Abstiegskandidaten bei der TSG Hoffenheim brachte Vasilj die Gastgeber zur Verzweiflung – und schürte Hoffnungen auf den Klassenerhalt.
Mit drei Siegen aus den vergangenen vier Partien sind die Kiezkicker im Tabellenkeller das Team der Stunde, sie scheinen vor dem Saisonendspurt einen großen Entwicklungsschritt vollzogen zu haben. „Es sind unsere Basics, die wir abrufen. Wenn wir die nicht bringen, haben wir in der Liga nichts zu suchen“, sagte Trainer Alexander Blessin. „Das kombiniert mit ein wenig spielerischer Qualität berechtigt uns dazu, davon zu träumen, dass wir weiterhin in der Liga spielen dürfen.“
Diesem Ziel sei man nun „einen kleinen Schritt näher“, so Blessin weiter, „aber es sind noch zehn weitere Endspiele. Es ist klar, dass wir noch einen weiteren langen Weg zu gehen haben. Es wird bis zum Ende ein wirklich harter Kampf.“ Dafür gerüstet ist definitiv Vasilj, der sich nach seinem einzigen Fehler im Stile eines Handballtorwarts noch einmal in den Ball warf – und dabei das Knie von Grischa Prömel (28.) an den Kopf bekam. Es machte ihm nichts aus.SID