Stuttgart – Daniel Bauer klatschte frustriert seinen Kollegen Sebastian Hoeneß ab: Für den angeschlagenen Trainer des VfL Wolfsburg könnte es die letzte Amtshandlung seiner nur knapp viermonatigen Amtszeit gewesen sein. Nach dem deutlichen 0:4 (0:3) beim VfB Stuttgart stürzte der VfL nicht nur auf einen Abstiegsplatz ab, nach sieben sieglosen Spielen und einer über weite Strecken indiskutablen Leistung hat der 43-Jährige offenbar keine Zukunft mehr bei den Wölfen.
Kurz nach der Partie berichtete der kicker, dass es beim VfL „ernsthafte Überlegungen“ geben würde, schon zum zweiten Mal in dieser Saison den Trainer zu wechseln. Als Nachfolger für Bauer wird der frühere Erfolgscoach Dieter Hecking genannt, der den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte verhindern soll. Der 61 Jährige arbeitete von 2013 bis 2016 schon einmal in Wolfsburg und gewann in dieser Zeit mit dem Klub DFB-Pokal und Supercup.
„Es ist nicht die Mannschaft, nicht der Trainer. Wir als Klub haben eine herbe Niederlage einstecken müssen“, sagte Bauer bei DAZN. Er sei „total bereit und willens, den Weg bis zum Ende zu gehen“, fügte er kämpferisch an. Dass VW-Konzernchef Oliver Blume nach dem Spiel angeblich in der Kabine war, wollte Bauer nicht kommentieren.DPA