HEINRICH HEUTE

Was das Herz beim Jubel bedeutet

von Redaktion

Dortmunds Nico Schlotterbeck hat sein Tor gegen Bayern mit einem Herz-Jubel vor den Fans gefeiert. Die Hände zum Herz geformt, das hätte früher bedeutet: „Mein Herz gehört dem BVB! Ich bleibe – außer, wenn Niko Kovac auch nächste Saison Trainer ist.“ Aber solche Treueschwüre gibt es nicht mehr. Heute kann das Herz viel bedeuten: „Ich darf nicht vergessen, das Herzmittel für meine Oma von der Apotheke abzuholen.“ Oder: „Hilfe, ich habe Sekundenkleber an den Fingern und kriege die Hände nicht mehr auseinander!“ Bei Bedarf auch: „Der Kovac hat gemeint, wir müssten mehr Herz zeigen. Also bitte!“ Mit Vereinstreue hat das nichts mehr zu tun, im Gegenteil. Wir vermuten einen Gruß an Max Eberl: „München, ich komme! Herz an Herz mit der Meisterschale!“ Oder auch, in Vorfreude auf den Oktoberfestbesuch mit seinem neuen Arbeitgeber: „So groß wird mein Lebkuchenherz!“

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