Die Siegerehrung im Kurpark.
Werbung für den deutschen Skisport.
5000 Fans im Ziel der Kandahar feierten beim Garmisch-Weltcup ein große Ski-Party. © Hildenbrand/dpa
Krüge für die Podestfahrer: Abfahrtssieger Marco Odermatt und der Dritte Stefan Rogentin. © Hildenbrand/dpa
Ski-Fans aus dem westfälischen Herne.
Bunt, bunter: Garmisch. © Instagram
Garmisch-Partenkirchen – Beach-Stimmung mit 5000 Zuschauern unten im Ziel, oben am Tröglhang eine Leinwand mit bis zu 1000 Fans und dazwischen eine anspruchsvolle Kandahar-Abfahrt, die Sieger Marco Odermatt & Co. alles abverlangte – der Weltcup in Garmisch hat vergangenes Wochenende definitiv abgeliefert.
Die Stimmung war absolut genial. Das war große Werbung für den Skisport in Deutschland“, sagte Lokalheld Felix Neureuther unserer Zeitung. „Auch die Athleten waren hellauf begeistert.“
Die Zuschauer, mehr als doppelt so viel wie in der Vergangenheit, feuerten auch die Fahrer mit den hohen Nummern an. Auch die Siegerehrung im Kurpark war gut besucht. „Wir haben an kleinen und auch an ein paar größeren Stellschrauben gedreht“, erklärte Martina Betz, die seit drei Jahren als Ok-Chefin fungiert. „Mein Motto ist immer: Wir wollen den Skisport feiern. Wir sind Garmisch, wir sind lässig, wir sind familiär.“ Man wolle keine anderen Skisportorte kopieren – und ist auf dem Weg eine eigene Identität zu finden.
Das Budget hat Betz dafür nicht erhöht, nur umgeschichtet. Im Marketing agiert man mitterweile jünger, zum Beispiel in den Sozial Medien und aggressiver. Ein Beispiel? Bereits beim Weltcup-Auftakt im Oktober in Sölden warb man um sein Event und war präsent.
Eine große Hilfe sind auch die vielen Freiwilligen. Rund 400 halfen mit, etwa 100 alleine auf der Piste. Und die Kandahar, mit den Schlüsselstellen Tröglhang, Seilbahnsprung und Hölle, zeigte sich besonders am Samstag in ausgezeichneter Verfassung.
„Wer nicht dabei war, kann sich nicht vorstellen, was mein Team die letzten Tage und Wochen geleistet hat“, sagt Betz. Die Laune war dabei stets gut. Selbst der neblige Sonntag, inklusive Absage des Super-G (wird am 13. März in Courchevel nachgeholt), konnte das tolle Gesamtbild nicht trüben.MM, CF