Rosenheim – Im Eishockey gibt es nichts, was es nicht gibt: Die Starbulls Rosenheim und Kassel trafen in der Hauptrunde der DEL2-Saison 2025/2026 am Sonntag zum vierten Mal aufeinander. Und zum vierten Mal ging es beim Stand von 2:2 in die Overtime. Dreimal gewannen die Rosenheimer mit 3:2. Am Sonntag hatten die Kassel Huskies das bessere Ende für sich und trafen schon nach acht (!) Sekunden. Damit haben die Hessen bei den noch zwei ausstehenden Spielen und fünf Punkten Vorsprung auf die Rosenheimer Platz zwei fast sicher. Die Starbulls haben mit den vier Punkten vom Wochenende Platz drei fixiert und sich damit das Heimrecht für das Playoff-Viertelfinale gesichert.
Rosenheim kann damit sehr zufrieden ins letzte Wochenende (in Landshut und zu Hause gegen Weiden) des Grunddurchgangs gehen: In den letzten neun Spielen ging man nur einmal komplett leer aus, von 27 möglichen Punkten konnte man 18 verbuchen, drei davon beim Freitag-Heimspiel und dem 4:3-Sieg gegen Bad Nauheim.
Die guten Ergebnisse hängen auch mit der Rückkehr von Lukas Laub zusammen. Der schnelle Angreifer war Mitte Dezember verletzt ausgefallen und erst Anfang Februar wieder ins Aufgebot gerückt. „Meine Verletzung war heimtückisch, eine Schambeinentzündung kommt ja schleichend“, meinte Laub im Podcast „Hart gecheckt“. Seit seiner Rückkehr haben die Starbulls auch wieder eine erste Sturmformation, die sich ihren Namen verdient. Flügelspieler Laub erzielte in neun Begegnungen sieben Scorerpunkte, Ville Järveläinen kam auf elf Zähler, und Mittelstürmer C.J. Stretch punktete sogar zwölfmal. „Ville und ,Stretchi‘ haben ,Luki‘ vermisst. Jetzt ist er da – und das tut allen gut“, erklärte Trainer Jari Pasanen.HANS-JÜRGEN ZIEGLER