Mit Felix auf der Piste

von Redaktion

Leserin trifft Neureuther zum Ski-Trip

Beim Training für die Weltcup-Abfahrt.

Leserin Gudrun Schmied und Felix Neureuther.

Mit dem Schweizer Superstar Marco Odermatt. © Privat (4)

Atemberaubendes Panorama, traumhaftes Wetter: Neureuther führte durch sein „Wohnzimmer“ in Garmisch.

Garmisch-Partenkirchen – Als Gudrun Schmied vergangenen Donnerstag um 8.30 Uhr an der Gondelbahn in Garmisch aufschlug, traute sie ihren Augen kaum. Als Gewinnerin unserer Olympia-Leser-Aktion war die Ski-Enthusiastin um 9 Uhr mit Felix Neureuther (41) zur gemeinsamen Abfahrt verabredet. Doch bevor der ehemalige Star auftauchte, schlenderten die aktuellen Helden an ihr vorbei – zum Training für die Abfahrt auf der Kandahar am Samstag. Dreifach-Olympiasieger Franjo von Allmen (24) ließ sie noch ziehen, doch bei dessen Schweizer Landsmann Marco Odermatt (28) gab sie sich einen Ruck und bat um ein Foto.

So toll der Tag begann, so ging er auch weiter. „Es war, wie wenn man mit Freunden Skifahren geht“, sagt Schmied über das Treffen mit Felix und Papa Christian Neureuther (76). „Beide sind total unkompliziert. Wir haben über alles Mögliche geredet. Die Berge, das Skifahren, das Leben.“ Das Trio kurvte für knapp zwei Stunden durchs sonnendurchflutete Classic-Gebiet, traumhaftes Panorama inklusive, schaute Odermatt & Co. beim Training zu und wagte sogar einen kleinen Abstecher auf die Strecke. Garniert wurde der Ski-Trip mit einem gemeinsamen Weißwurst-Essen.

In der Familie hat Schmied die Lehrerfunktion inne und bringt ihren Enkeln die Kunst auf zwei Brettern bei. Auf dem Ausflug mit den Neureuthers wollte sie sich aber selbst einmal einen Tipp abholen. Ob Felix nicht mal ein Auge auf ihre Technik werfen könne, fragte sie vorsichtig. Klar. Das Problem war nur: Es gab nichts zu bemängeln. „Ganz ehrlich. Fahr einfach weiter so. Das sieht top aus“, resümierte Neureuther unten am Lift.

Meist gab der 13-fache Weltcupsieger den Vorfahrer. Angepasst und Hobby-Skifahrer freundlich. Nur in kurzen Momenten blitzte der Rennfahrer heraus. „Wenn er einen freien Hang entdeckt hat, gingen die Knie nach innen, die Hüfte nach vorn und – zack, bumm – hat er plötzlich beschleunigt“, sagte Schmied, die nur in einer Sache nicht ganz die Ansprüche erfüllte: bei der richtigen Weißwurst-Technik. „Da hatte Christian Einwände“, lacht Schmied. „Aber auch mit Felix war er nicht zufrieden.“ Zum richtigen Weißwurstverzehr gibt‘s eben viele Meinungen. Einigkeit herrscht bei allen hingegen beim Abschluss-Resümee: „Ein genialer Tag.“MM

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