Zurück ins Exil

von Redaktion

Heimspiele der israelischen Teams und Dubai ausgesetzt

Maccabi (in schwarz) spielt nun in Belgrad. © Nogier/EPA

München – Knapp drei Monate lang durften sich die israelischen Clubs in Basketball-Europa über ein Stück Normalität freuen. Anfang Dzember hatte die Euroleague-Zentrale den Weg für Heimspiele in Israel geebnet. Was Maccabi Tel Avivs Coach Oded Kattash am Rande der Partie beim FC Bayern zum Jahresbeginn tief bewegt kommentierte: „Das ist das Schönste, was meinen Spielern und mir seit langem passiert ist.“ Die Münchner gehörten dann ja auch zu jenen Teams, die die Trips in den Nahen Osten mit aufnahmen. So wie Mitte Februar, beim Rückspiel bei Maccabi.

Es dürfte bis auf Weiteres eines der letzten Spiele der Königsklasse in der Region gewesen sein. Nach dem Kriegsausbruch im Iran setzte die Euroleague aus Sicherheitsgründen die Heimspiele der betroffenen Clubs ab. Auch die des BC Dubai, der einen Tag vor den ersten Kampfhandlungen noch gegen ASVEL Villeurbanne gespielt hatte. Der Euroleague-Neuling wird seine Heimspiele bis auf Weiteres in Sarajewo aus, der Heimat von Clubchef Dejan Kamenjasevic. Hapoel Tel Aviv zieht wie zu Saisonbeginn nach Sofia um. Lokalrivale Maccabi findet derweil ebenso wieder in Belgrad seine Übergangsheimat wie Eurocup-Vertreter Hapoel Jerusalem.

Vor allem Maccabi hat mit dieser Situation schon einige Erfahrungen gesammelt, Israels Rekordmeister war auch in der vergangenen Spielzeit in Serbiens Hauptstadt zu Gast und trug seine Heimpartien weitgehend als Geisterspiele aus. Ständigen Reiseverkehr inklusive. Denn: Die israelischen Spieler bewegten sich tatsächlich im ständigen Pendelverkehr und bestritten die nationalen Ligaspiele in der Heimat. Der Großteil der internationalen Akteure wurde dagegen in einem Wohnkomplex an der Donau untergebracht und spielte nur in Europa. So wird es nun wieder kommen.RP

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