Mit einer großen Show im Amphitheater von Arena di Verona hat Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella am Freitagabend die 14. Paralympischen Winterspiele eröffnet. Der 84-Jährige sprach um 21.19 Uhr die traditionelle Begrüßungsformel, wenig später entzündeten die italienischen Para-Vorbilder Francesca Porcellato in Cortina d’Ampezzo und Gianmaria Dal Maistro in Mailand das Feuer.
Die Spiele in Norditalien markieren zugleich ein Jubiläum: 50 Jahre nach den ersten Winter-Paralympics 1976 in Örnsköldsvik kämpfen bis zum 15. März 611 Athletinnen und Athleten aus 55 Nationen um 79 Medaillenentscheidungen – so viele wie nie zuvor.
Politisch blieb der Auftakt allerdings nicht ohne Schatten. Wegen der Wiederzulassung von Russland und dessen Kriegshelfer Belarus unter eigener Flagge boykottierten Deutschland und mehrere andere Nationen die Zeremonie. Die deutschen Fahnenträger Anna-Lena Forster und Jörg Wedde waren nur in kurzen Einspielern zu sehen; die Flaggen der Länder wurden von Volunteers in die Arena getragen.
Gerade dieser Umgang mit den Athleten stößt bei Monoskifahrerin Forster auf Unverständnis. „An der Stelle will ich auch mal Kritik an den Veranstaltern äußern: Dass es nicht geschafft wurde, es wie bei Olympia zu machen, dass man zeitgleich zur Eröffnungsfeier in den Dörfern jeweils diesen Einmarsch hat. Da geht schon sehr viel verloren“, sagte die viermalige Paralympics-Siegerin.FOTOS: DPA