Später Jubel: Der EHC gegen Frankfurt. © City-Press
München – Es ist ja selten eine ganz einfache Frage, wie man denn herangehen soll an diese letzten Aufgaben vor den DEL-Playoffs. Gaspedal durchtreten, in der leisen Hoffnung, dass es vielleicht doch noch etwas werden könnte mit Platz zwei und damit dem direkten Sprung in die Champions League? Oder doch eher dosiert, Risiko minimieren mit Blick auf die nahende Titelentscheidung. Der EHC-Red Bull München hatte am Sonntag offenbar eher zweitere Variante im Sinn. Und das wäre fast ins Auge gegangen. Gegen die Frankfurter Löwen siegte das Team von Trainer Oliver David allerdings erst in der Verlängerung 3:2 (0:2, 1:0, 1:0, 1:0).
Die Hessen sind ja seit geraumer Zeit von allen Zielen befreit. Nach oben wie nach unten geht nichts mehr. Der München-Tripp hatte da schon ein bisschen Party-Charakter. Auch durch die 800 Fans, die im Sonderzug mitkamen. Und die hatten erst einmal richtig Spaß, weil ihr Team fahrige Bullen mächtig quälten. 0:2 hieß es nach 20 Minuten. Natürlich traf auch Ryan McKiernan, der Ex-Bulle, der seine drei Besuche an alter Wirkungsstätte seit seinem Abschied allesamt gewann (mit Düsseldorf und Frankfurt).
Erst im Mitteldrittel nahm der EHC Fahrt auf, doch die Sache blieb zäh. Vor allem weil mal das schwache Schiedsrichtergespann, mal die Münchner Unkonzentriertheiten mit einer Vielzahl an Strafzeiten dazwischenfunkten. Es reichte zum Gleichziehen, durch Markus Eisenschmid (22.) und Phillip Sinns Gewaltschuss (52.). Das erste Tor des Youngsters in München.
Yasin Ehliz sicherte seinem Team mit feiner Einzelleistung in der Verlängerung zumindest den Extrapunkt.RP