Ein linkes Ding

von Redaktion

Taktik-Experte Friedl erklärt ein mögliches Erfolgsrezept gegen BVB-Bezwinger Bergamo

München – Endlich wieder Champions League. Der FC Bayern gastiert heute (21 Uhr, Prime Video) im Achtelfinal-Hinspiel bei Atalanta Bergamo. Wie das Team von Trainer Vincent Kompany die heißblütigen BVB-Bezwinger abkühlen kann, erklärt Spielanalyse-Experte Sebastian Friedl vom Internationalen Fußball-Institut (IFI) gegenüber unserer Zeitung.

Friedl erwartet Atalanta „in zwei verschiedenen Modi“. Erstens: hoch pressende Gastgeber. Zweitens: überfallartige Konter bei Ballgewinnen.

Bayerns größte Waffe gegen Atalanta: das magische Dreieck in der Offensive. Bergamos Dreierkette tue sich schwer gegen dribbelstarke, ballsichere Gegenspieler. Entweder Luis Diaz oder Michael Olise kämen „selbst zum Abschluss – oder sie bedienen in der Mitte Harry Kane, der gegen den zentralen Innenverteidiger Isak Hien klar im Vorteil ist“, schildert Friedl einen Spielzug, der zum Torerfolg führen kann.

Bei Bergamo sieht Friedl vier Schlüsselspieler. „Im Tor steht Marco Carnesecchi, der sowohl auf der Linie als auch im Spielaufbau starke Leistungen zeigte“, so der Experte. Flügelverteidiger Lorenzo Bernasconi sei ebenfalls auffällig: „Mit beidfüßig sehr ordentlicher Technik.“ Aus dem Mittelfeld heraus präge Ederson mit seiner „Dynamik und Intensität maßgeblich die Spielweise“ von Atalanta. Und ganz vorne lauert Stürmer Gianluca Scamacca, der schon zwölfmal in Pflichtspielen getroffen hat. „Mit 1,95 m kommt ein echter und wuchtiger Stoßstürmer auf die bayerische Abwehr zu, der immer wieder gut mit vertikalen Bällen aus dem Mittelfeld eingesetzt wird“, meint Friedl. Sein Fazit: „Für mich ist und bleibt der FC Bayern der Favorit in diesem Achtelfinale. Die Münchner haben eine enorm starke Offensive, die jederzeit in der Lage ist, Atalanta Bergamo zu knacken.“ Vor allem mit einer Spezialwaffe namens Luis Diaz auf dem linken Flügel.PHILIPP KESSLER, HANNA RAIF

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