ZUM TAGE

Heuer gibt es keine Ausreden

von Redaktion

Start ins Achtelfinale

Lang ist‘s her, oder? Eineinhalb Monate sind am Dienstag fast vergangen, seitdem der FC Bayern letztmals in der Champions League aufgelaufen ist. Kurze Erinnerung: 2:1 bei der PSV Eindhoven, danach waren die Münchner Zuschauer. Während sich andere in den Playoffs um den Einzug ins Achtelfinale stritten, wurde rund um die Säbener Straße in Dauerschleife darüber geredet, wie gut die Pause auf europäischer Bühne tut und – vor allem –, wie kräftezehrend die Extra-Schleife im Vorjahr war. Diese These gilt es ab sofort zu bestärken. Denn die beste Ausrede für ein womöglich weiteres Aus vor dem anvisierten Finale fällt heuer weg.

Der Start bei Atalanta liest sich auf dem Papier als machbare Aufgabe. Dennoch ist die Wundertüte aus dem Norden Italiens nicht zu unterschätzen. Das Aus des BVB ist Warnung genug, vor allem aber geht es für die Elf von Vincent Kompany darum, das gute Gefühl aus der Liga mit auf die große Bühne zu nehmen. Während bei den Mitfavoriten wie Madrid um die Real-Tauglichkeit der Profis diskutiert wird und Arsenal aufgrund seiner Spielweise schleichend zum Feindbild in der Premier League wird, läuft es beim deutschen Rekordmeister fast zu smooth. Elf Punkte Vorsprung in der Liga, den Pokal-Fluch besiegt und die Champions-League-Ligaphase auf Rang zwei abgeschlossen: National wie international staunen die Gegner. Bis jetzt!

Stand Start Achtelfinale kann man sich kaum vorstellen, dass der Kompany-Zauber in der Crunchtime verfliegt. Aber es passiert halt auch erst jetzt all das, in dem sich große Trainer auszeichnen können. Schafft es der Belgier, alle bei Laune zu halten, wenn sich seine immer klarer werdende Stammelf final formiert hat? Kann man – anders als unter Pep Guardiola – die Spannung hochhalten, wenn man Meister ist – und etwa zwischen den beiden Halbfinals gegen Mainz und Heidenheim ran muss? Gelingt es, mit Rückschlägen umzugehen, die in Spielen gegen die wartenden Gegner Real/ManCity und dann womöglich Paris oder Liverpool kommen werden? Sagen wir mal so: Genug geredet. Entscheidend ist auf dem Platz. Und jetzt geht‘s zum Glück los.

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