DEL2

Jetzt kommt der Angstgegner

von Redaktion

Rosenheim verliert zweimal zum Abschluss der Hauptrunde – im Viertelfinale wartet Regensburg

Rosenheim – Zwei Niederlagen, beide in der Overtime, gab es für die Starbulls zum Abschluss der Hauptrunde in der DEL2. Weil es für die Rosenheimer, zumindest was die Tabellenplatzierung betraf, um nichts mehr ging, kann man diese beiden Niederlagen in Landshut (2:3) und zu Hause gegen Weiden (3:4) durchaus verschmerzen. Trotzdem lieferten beide Spiele wertvolle Erkenntnisse für die in einer Woche beginnende Playoff -Runde.

Die ersatzgeschwächten Starbulls haben beim Derby im Landshut zwei Drittel lang gezeigt, wie stark sie sind und wie schwer sich jeder Gegner gegen die kompakte Defensive der Rosenheimer tut. Sporteurope-Experte Thomas Vogl brachte es auf dem Punkt: „Ich bin jetzt gespannt auf die Play-off Runde, aber was Rosenheim vor allen Dingen in der Defensive aufs Eis bringt, ist schon sehr gut. Von den Starbulls-Spielern hat jeder einen Plan, was zu tun ist“. Und genau das ist der Punkt, denn im letzten Drittel in Landshut hat die Mannschaft ein paar Prozentpunkte nachgelassen, und das wird in dieser so ausgeglichen besetzten Liga sofort bestraft.

Auch das letzte Heimspiel gegen Weiden ging, trotz dreimaliger Führung, mit 3:4 in der Overtime verloren. „Weiden war besser. Trotzdem gibt es nach 52 Spielen der Hauptrunde ein Lob für meine Jungs. Wir haben hart gearbeitet, aber das ist jetzt vergessen. Jetzt beginnt eine neue Serie“, sagt Starbulls-Coach Jari Pasanen. Zufrieden war Pasanen mit dem Debüt seines neuen Kontingentspielers Wyatt Schingoethe. Der US-Amerikaner, der Anfang der letzten Woche vom Oberligisten Stuttgart zu Rosenheim kam, traf bereits mit seinem zweiten Scheibenkontakt zur 1:0-Führung ins Weidener Tor.

Der erste Play-off Gegner im Viertelfinale heißt Regensburg. Für Rosenheim der scheinbar unangenehmste Gegner, denn die Starbulls haben gegen die Oberpfälzer in der Hauptrunde alle vier Spiele verloren. Bei den beiden Niederlagen (0:1 und 0:3) in der Oberpfalz gelang den Rosenheimern nicht einmal ein Tor. Da kann man durchaus von einem Angstgegner sprechen. Aber wie sagte Rosenheims langjähriger Trainer Franz Steer immer: „Je länger eine Serie dauert, desto näher rückt ihr Ende.“HANS-JÜRGEN ZIEGLER

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