Kriselnde Riesen

von Redaktion

Real ist angeschlagen, Gegner City auch

Madrid – Die erleichterten Worte von Álvaro Arbeloa verdeutlichten den derzeit kläglichen Zustand von Real Madrid womöglich ungewollt. „Das ist Real Madrid, Kampf bis zum Ende“, sagte der Trainer. „Das ist hoffentlich wirklich ein Wendepunkt, dass alles ab jetzt besser läuft.“

Vor dem Kracher in der Champions League gegen Manchester City hatte Real nicht etwa den Erzrivalen aus Barcelona besiegt. Nein, es war lediglich ein in der Nachspielzeit erzitterter Erfolg beim spanischen Mittelklasse-Team Celta Vigo. Zweimal hatte man zuvor in La Liga verloren, die Tabellenführung an Barça abgeben müssen. Da tut so ein Sieg im fernen Galicien auch mal gut.

Ob es allerdings am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) gegen das Star-Ensemble von Trainer Pep Guardiola reichen wird, darf bezweifelt werden. Der Stuhl von Trainer Arbeloa wackelt nach nur zwei Monaten im Amt gehörig, schließlich ist man in der Liga nur Zweiter und im Pokal längst gescheitert.

Bleibt also die Champions League. So etwas wie der Haus-und-Hof-Wettbewerb der Königlichen, da ging bisher eigentlich immer was. Allein das sorgt für Optimismus. „Es kann ein großer Abend werden“, meinte Torhüter Thibaut Courtois. Spieler und Fans müssten nach Ansicht des wohl einzigen Madrilenen in Normalform bei 200 Prozent sein. „Ich bin mir sicher, dass wir gewinnen.“

Bei City hingegen lasten die Hoffnungen auf den Schultern von Erling Haaland, den Guardiola beim 3:1-Sieg im FA-Cup gegen Newcastle geschont hatte. In der Meisterschaft läuft es für City zwar ähnlich bescheiden wie für Real, doch die Formkurve zeigt nach oben und man kann noch drei Titel gewinnen. „Wir haben Erfahrung mit Triples“, sagte Guardiola. „Man muss im entscheidenden Moment der Saison einfach da sein.“DPA

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