Schon zweimal Gold: Robin Cuche. © Kaiyan/Imago
Mailand / Cortina – Alpine Medaillen sind in der Familie Cuche keine Seltenheit – Gold bei den Paralympics ist dann aber doch nicht alltäglich. Umso größer war die Freude bei Robin Cuche, als er nach dem Sieg in der Stehend-Abfahrt auch im Super-G triumphieren durfte. Der 27-jährige Schweizer setzte sich mit 1:12,12 Minuten durch und wurde im Anschluss emotional. „Nach der Abfahrt war es schwierig, den Fokus zu behalten. Ich hatte nur wenig Zeit bis zum Super-G“, sagte der erleichterte Sieger im SRF. „Ich glaubte aber, dass eine Medaille möglich ist. Dass es nun gleich Gold ist, das ist sehr schön und nehme ich.“
Es sind die ersten paralympischen Medaillen für den versierten Alpin-Star, der seit seiner Geburt Hemiplegiker ist, also an einer vollständigen halbseitigen Körperlähmung leidet.
Cuche entspringt einer echten Wintersport-Familie und hat mit Didier Cuche einen besonders berühmten Onkel. Der heute 51-Jährige war einst einer der erfolgreichsten Schweizer seiner Generation. 1998 in Nagano gewann er seine einzige Olympische Medaille, holte im Super-G Silber.
Wie Didier blieb auch Robin Robin der Gesamtweltcupsieg bislang verwehrt. In den letzten vier Saisons konnte er zwar jeweils in der Abfahrt triumphieren, in der Gesamtwertung blieb ihm dafür stets „nur“ der zweite Platz.MBO