Pechvogel Niederberger

von Redaktion

Goalie fehlt dem EHC erneut wochenlang

Wieder Zuschauer: Niederberger. © Dietrich/RBM

München – Oliver David hatte ja schon Schlimmes geahnt, als Mathias Niederberger am Freitag nach nur gut zehn Minuten vom Eis schlitterte. „Er hat etwas gespürt“, sagte der Trainer des EHC Red Bull München, „und wenn er etwas spürt, dann ist das nicht gut.“ Wenige Tage später ist nun klar: Seine Ahnung hatte ihn nicht betrogen. Eingehendere Untersuchungen zeigten: Der Nationaltorhüter hat sich erneut eine Unterkörperverletzung zugezogen, wie es in der offiziellen Sprachregelung heißt.

Für den 33-Jährigen ist das besonders bitter, er war gerade erst nach einer Leistenverletzung aufs Eis zurückgekehrt. Nun wartet erneut eine mehrwöchige Zwangspause – die Saison des Meistertorhüters von 2023 dürfte damit beendet sein. Niederberger war im Verlauf des letzten Jahres mehrfach verletzt. Ein Umstand, über den er sich in der Zwangspause einige Gedanken gemacht hat, wie er nach dem unglücklichen 0:1 gegen Köln zuletzt verriet.

Ganz nebenbei ist damit natürlich auch die Torhüterfrage beim EHC für die anstehenden Playoffs geklärt – der seit Wochen formstarke Kanadier Antoine Bibeau geht als unbestrittene Nummer eins in die K.o.-Phase. Für den EHC hat das freilich auch einen kleinen Nachteil. Weil in jeder Partie nur neun der elf Ausländer eingesetzt werden dürfen, muss Oliver David also jeweils zwei Feldspieler pausieren lassen.RP

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