Da bin ich wieder: Olaf Lange. © Todd/dpa
Lyon – Ein halbes Jahr vor Beginn der WM in Berlin starten die deutschen Basketballerinnen in die heiße Phase. Zwar ist Deutschland als Gastgeber bei der Weltmeisterschaft vom 4. bis 13. September auf jeden Fall dabei, dennoch hat die an diesem Mittwoch in Lyon beginnende Qualifikation für den neuen Bundestrainer Olaf Lange eine große Bedeutung.
„Dieser März ist ganz besonders wichtig für uns. Es geht darum, unser komplettes Spielsystem und unsere Philosophie, unsere Werte und unsere Spielkultur ins Laufen zu bekommen“, sagte Lange, der die Nachfolge der Kanadierin Lisa Thomaidis angetreten hat. „Deshalb ist die Zeit mit den fünf Spielen in sieben Tagen Gold wert.“
Nach einem kurzen Aufgalopp in Frankfurt am Main ist das deutsche Team seit dem Wochenende in Lyon, wo am Mittwoch (17.00 Uhr/Magentasport) das erste Spiel gegen Südkorea ansteht. Weitere Gegner sind die Philippinen (Donnerstag), Gastgeber Frankreich (Samstag), Kolumbien (Sonntag) und Nigeria (Dienstag).
Eine bunte Mischung mit Gegnern aus aller Welt – und damit ein perfekter Gradmesser für den neuen Bundestrainer. „Wenn ich mir das hätte aussuchen können, dann hätte ich es wahrscheinlich genau so zusammengestellt“, sagte Lange. „Es ist wichtig, gegen verschiedene Basketball-Stile und -Kulturen zu spielen“, sagte der Bundestrainer. „Das wird uns mit Blick auf die WM sehr helfen.“ Dabei trifft es sich gut, dass in Nyara Sabally und Leonie Fiebich immerhin zwei der vier deutschen WNBA-Profis zur Verfügung stehen.
Vor allem auf Fiebich wird es erneut ankommen. Die 26-Jährige hatte auch großen Anteil daran, dass Lange nach vielen Jahren als Bundestrainer zurückgekehrt ist. Der gebürtige Berliner war schon von 2001 bis 2003 einmal Nationalcoach, ehe er überaus erfolgreich in Russland und zuletzt als Assistent seiner Frau Sandy Brondello bei New York Liberty tätig war. Dort arbeitete er mit Fiebich zusammen, die ihn nach der aus Sicht der Spielerinnen nicht optimal gelaufenen EM mit einer Vorrunde in Hamburg fragte, ob er sich nicht ein Engagement als Bundestrainer vorstellen könne. Sie stieß auf offene Ohren.DPA