Traf zum frühen 1:0: Bayern-Stürmerin Edna Imade. © IMAGO
Hamburg – Gerade einmal sechs Minuten brauchten die Frauen des FC Bayern am Mittwochabend, um die Hoffnungen auf eine Pokalsensation im Hamburger Volksparkstadion deutlich zu dämpfen. Nach einer schnellen Kombination im Mittelfeld passte Pernille Harder raus auf den rechten Flügel, Giulia Gwinn flankte vor das Tor. HSV-Torhüterin Lea Paulick rutschte der Ball im Hamburger Regen über die Fäuste, am langen Pfosten köpfte Edna Imade zur Führung für die Münchnerinnen ein. Das frühe Gegentor zeigte bei den HSV-Frauen Wirkung, die Bayern-Frauen kontrollierten im Anschluss das Viertelfinale des DFB-Pokals vor 12.638 Fans beinahe nach Belieben.
Pech hatten die Titelverteidigerinnen zu Beginn der zweiten Halbzeit. Die für die verletzte Klara Bühl in die Startelf gekommene Barbara Dunst wurde im Strafraum am Fuß getroffen, der eigentlich fällige Elfmeterpfiff blieb aber aus – den VAR gibt es bei den Frauen erst im Finale. Auswirkungen hatte die Szene aber nicht, da die Bayern-Frauen wenig später zum vorentscheidenden 2:0 trafen. Wieder leitete Harder mit einem Steilpass ein, Arianna Caruso ließ für Franziska Kett durch, die in den Strafraum zog und aus zehn Metern einschob (66.). Den 3:0-Endstand besorgte Jokerin Natalia Padilla-Bidas (88.) kurz vor Abpfiff.CHRISTIAN STÜWE