Tesero – Die ukrainische Para-Langläuferin und -Biathletin Oksana Schischkowa hat sich erschüttert über den gemeinsamen Start von russischen und ukrainischen Athleten gezeigt. „In der Ukraine sterben jeden Tag Menschen, und wir stehen hier mit Russen am Start. Das ist nicht normal“, sagte die 34-Jährige sichtlich bewegt. „Mein Bruder war im Krieg und wurde verletzt. Er hat nun eine Amputation. Es ist einfach nicht normal, dass ich jetzt hier mit Russen bin, während in der Ukraine Freunde und Familie verletzt oder getötet werden“, sagte Schischkowa.
Auch Linn Kazmaier und Florian Baumann setzten ein Zeichen. Sie wandten sich bei der Siegerehrung ab, die Mützen blieben auf. Auch auf das obligatorische Podiums-Selfie mit der russischen Sprint-Siegerin Anastasija Bagijan hatten beide keine Lust. „Dass das Politische das so überschattet, ist einfach total schade. Es ist einfach politisch nicht vertretbar“, sagte die 19-Jährige. Der Protest könnte Konsequenzen haben. „Das IPC ist sich der Situation bewusst, sammelt Beweise und analysiert diese“, hieß es.