VfB-Schlussmann Nübel in Aktion. © Silz/dpa
Stuttgart – Es gehe „jetzt in die Finalrunden. Das ist die interessanteste Phase im Fußball“, sagte Stuttgarts Torjäger Ermedin Demirovic voller Vorfreude. Und dieses Achtelfinale in der Europa League am Donnerstag (18.45 Uhr/RTL und Nitro) gegen den FC Porto habe sogar „Champions-League-Charakter“. Gerade für VfB-Torwart Alexander Nübel ist es genau die Bühne, die er in den kommenden Wochen benötigt, um noch einmal nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen.
Weiterhin ist die Zukunft des 29-Jährigen ungeklärt. Seine Leihe in Stuttgart läuft am Saisonende nach drei Jahren ab. Eine Weiterbeschäftigung am Neckar erscheint aus finanziellen Gründen unwahrscheinlich, weshalb Nübel – Stand jetzt – erst einmal zum FC Bayern zurückkehren wird. Beim Rekordmeister steht der Nationaltorhüter noch bis 2030 unter Vertrag. Problem nur: Auch in München ist die Lage auf der Torhüterposition völlig offen.
Nübel gibt sich trotz der verworrenen Situation (noch) gelassen. „Wenn die Bayern sehen, dass ich spielen soll, dann ja. Wenn nicht, dann ist es so“, sagte er zuletzt den Stuttgarter Nachrichten/Zeitung. Kontakt zu den Bayern hält sein Berater Stefan Backs. Der halte „viel von mir weg, da er die Gespräche mit den Bayern-Verantwortlichen übernimmt“, meinte Nübel.
Nur keine Ablenkung in der entscheidenden Phase der Saison. Mit dem VfB ist Nübel noch in allen drei Wettbewerben aussichtsreich vertreten. Zudem strebt der ehrgeizige Torhüter im Sommer eine WM-Teilnahme mit dem DFB-Team an. Die Chancen stehen gut, dass der zweimalige Nationalspieler hinter Oliver Baumann als Nummer zwei zum Turnier fährt.
Bis dahin dürfte auch geklärt sein, wo Nübel künftig spielt. Bei den Bayern gilt Jonas Urbig als potentieller Nachfolger von Manuel Neuer, der sich Ende März um seinen 40. Geburtstag herum entscheiden will, ob er noch ein Jahr dranhängt.
Und der VfB plant mit dem 20 Jahre alten Eigengewächs Dennis Seimen, das gerade an Paderborn ausgeliehen ist. Nübel ist den Schwaben schlicht zu teuer.DPA