PARALYMPICS

Bronze zum Dritten

von Redaktion

Maier, Walter & Wicker räumen beim Biathlon ab

In kurzer Hose aufs Podest: Marco Maier. © Schutt/DPA

Cortina – Para-Biathletin Anja Wicker hat dem deutschen Team bei den Paralympischen Spielen in Italien eine weitere Medaille beschert. Nach Bronze im Sprint und Silber im Einzel kam die 34-Jährige in der Sprint-Verfolgung als Dritte ins Ziel. Der Sieg ging an die Amerikanerin Kendall Gretsch vor Yunji Kim aus Südkorea.

Nach vier Schießfehlern in der Qualifikation blieb Wicker, deren untere Wirbelsäule fehlgebildet ist, im Finale fehlerfrei. „Wahnsinn. Nach der Quali habe ich heute nicht mehr mit einer Medaille gerechnet. Wenn ich im Finale nicht als Erste starten kann, habe ich eigentlich keine Chance“, sagte Wicker nach dem Rennen. „Aber irgendwie bin ich über die Strecke geflogen. Ich hatte super Material und am Schießstand wirklich schnell und gut geschossen.“

Bei den stehenden Männern gewann Marco Maier wenig später seine dritte Bronzemedaille. Nach drei Fehlern am Schießstand sicherte sich der 26-Jährige mit einer starken Laufleistung noch Platz drei hinter dem siegreichen Chinesen Jiayun Cai und Grygorij Vovchynskyi aus der Ukraine, die beide fehlerfrei blieben. Zuvor hatte Maier, der wegen verkürzter Finger an der linken Hand nur mit einem Stock läuft, bereits Bronze in Sprint und in Verfolgung gewonnen.

Leonie Maria Walter hat sich nach einem erneuten Drama ihre dritte Bronzemedaille gesichert. In der Klasse der Sehbehinderten hatte die 22-Jährige ein technisches Problem beim ersten Schießen – und rückte erst nach dem Rennen durch eine Zeitgutschrift aufs Podest. „Ich glaube, dass es an der Sonne lag. Ich hatte keinen klaren Ton“, sagte Walter in der ARD.

Artikel 1 von 11