BMW OPEN

DTB-Quartett zittert um Start am Aumeister

von Redaktion

Struff & Co. müssen wohl auf Wildcard hoffen – Sinner ist nicht dabei

Das Karriereende naht: Jan-Lennard Struff. © Yasin/dpa

München – Der MTTC Iphitos macht sich schick – für die Stars und Sternchen. Der provisorische Center-Court (Kapazität ein bisschen erhört auf über 6000 Zuschauer) wird seit vergangener Woche errichtet. Auch den Golden Racket Club by Käfer, der vergangenes Jahr erstmals in einem Holz-Chalet sein Zuhause fand, wird es wieder geben. Bis zum ersten Aufschlag der BMW Open am 11. April vergeht kein Monat mehr – und das Teilnehmerfeld konkretisiert sich. Zumindest an der Spitze.

Mit Alexander Zverev, Taylor Fritz, Ben Shelton und Alexander Bublik haben vier der aktuellen Top-10-Spieler der Welt zugesagt. Viel mehr geht nicht mit Blick auf das parallel stattfindende Turnier in Barcelona, das von der ATP wie München in der 500er-Kategorie eingruppiert ist. Carlos Alcaraz, Alex de Minaur und Félix Auger-Aliassime geben Spanien den Vorzug. Bleiben noch Novak Djokovic (lässt die Woche traditionell aus), Lorenzo Musetti (2025 für Barcelona gemeldet) und Jannik Sinner (München unwahrscheinlich).

Hinter dem Top-Quartett ist am Aumeister vieles offen. Gut möglich sind die beiden Top-20-Italiener Flavio Cobolli und Luciano Darderi. Auch Jakub Mensik, Francisco Cerundolo und Frances Tiafoe wären Optionen. „Das Feld wird richtig gut. Wir haben viele Spieler bekommen, die ich mir gewünscht habe“, schwärmt Iphitos Präsident Fabian Tross.

An den Entscheidungen der Ranglistenspieler, die auf den Plätzen 15 bis 35 stehen, hängen auch einige deutsche Spieler. Daniel Altmaier, Jan-Lennard Struff und Yannick Hanfmann zittern darum, direkt ins Hauptfeld kommen. Realistische Chance hat aber wohl nur Altmaier. Der Allgäuer, in diesem Jahr noch ohne Sieg (0:6-Bilanz), ist auf Platz 55 am besten notiert. Der gebürtige Nürnberger Justin Engel könnte davon profitieren, denn dann wäre eine von drei Wildcards wohl für ihn frei.

Ein paar Tage bleiben Turnierdirektor Patrik Kühnen, um sein Personalpuzzle zu lösen. Kommenden Dienstag soll es eine finale Übersicht geben. Aber schon jetzt ist der 60-Jährige „besonders stolz“ erstmals vier Top-Ten-Spieler präsentieren zu können.

Besonders viel Action verspricht der Kasache Bublik. Ein Service von unten. Schläge mit dem Griff – ganz genau weiß man nie, was man vom 28-Jährigen bekommt. „Mit seinem oft unvorhersehbaren und mutigen Spielstil passt er perfekt in unsere Philosophie“, so Kühnen. In Indian Wells flippte der gebürtige Russe nach einem Satzverlust völlig aus und zerhackte seinen Schläger. Auch das ist Alexander Bublik.MATHIAS MÜLLER

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