Obenauf: Georg Steinhauser. © Poujoulat/AFP
Nizza – Georg Steinhauser hat Paris-Nizza überraschend als Dritter abgeschlossen und damit den größten Rundfahrt-Erfolg seiner Karriere erzielt. Obendrein sicherte sich der 24-Jährige das Weiße Trikot des besten Jungprofis und trat damit das Erbe von Florian Lipowitz an, der im Vorjahr Zweiter geworden war. Auf der 129,2 Kilometer langen letzten Etappe mit Start und Ziel in Nizza genügte Steinhauser Platz sechs, Erster wurde der Franzose Lenny Martinez vor Gesamtsieger Jonas Vingegaard.
„Ich hatte einen richtig guten Tag. Es ist etwas Besonderes, wenn man Paris-Nizza auf dem Podium beenden kann. Das gibt einen ein paar extra Watt, die brauchte ich heute“, sagte Steinhauser. Der Giro-Etappensieger von 2024 hatte im vergangenen Jahr aufgrund einer lange unerkannten Borreliose-Erkrankung infolge eines Zeckenbisses einen Leistungseinbruch erlitten. Hinzu kamen mentale Probleme. „Der Radsport ist ein Hoch und Runter. Letztes Jahr war eher ein Runter. Ich werde das jetzt genießen“, sagte Steinhauser.
Den Gesamtsieg sicherte sich Vingegaard souverän mit 4:23 Minuten Vorsprung vor dem zweitplatzierten Kolumbianer Daniel Martinez und 6:07 Minuten vor Steinhauser, dem Neffen von Jan Ullrich.
Bei der Parallel-Rundfahrt Tirreno-Adriatico hat das mexikanische Ausnahme-Talent Isaac del Toro derweil den zweiten Saison-Coup gefeiert. Auf der letzten Etappe des „Rennens zwischen den Meeren“ kam der 22-Jährige zwar mehr als zwei Minuten nach Sieger Jonathan Milan ins Ziel. Da der Mexikaner aber durch einen Sturz aufgehalten worden war, bekam er dieselbe Zeit.DPA