Gefahr im Verzug: Der EHC leistete sich in Berlin zu viele Abwehrschnitzer. © Marco Leipold
Berlin – Die Blicke nach Mannheim und Straubing konnte sich der EHC Red Bull München irgendwann sparen. Zu früh deutete sich an, dass der Kampf um Platz zwei für das Team von Trainer Oliver David kein gutes Ende nehmen würde. Am Ende stand für die zu fehlerhaft auftretenden Münchner ein 1:5 (0:1, 1:3, 0:1) bei den Eisbären Berlin. Womit also auch die Champions-League-Qualifikation erst einmal weg ist. Nur der Titel würde die Münchner nach zwei Jahren Pause ins internationale Geschäft zurückführen.
Der Weg dorthin führt die Münchner nach Ingolstadt. Die Panther sind ab 24. oder 25. März der Viertelfinalgegner. Fest steht seit Sonntag auch, dass sich die am Freitag im SAP Garden mit 1:10 unter die Räder gekommenen Straubinger mit den Eisbären auseinandersetzen müssen. Die Gegner des Topduos aus Köln und Mannheim werden in den Pre-Playoffs ermittelt.
Schlüsselmoment in Berlin war wohl Minute 25. Chris DeSousa, der nebenbei auch noch zweimal das Torgestänge traf, hatte gerade erst zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgeglichen. Da unterlief dem Torjäger selbst in einer vierminütigen Überzahl ein verhängnisvoller Scheibenverlust. Zwei Berliner liefen auf EHC-Schlussmann Antoine Bibeau zu – Freddie Tiffels traf. 1:2 also statt einer Wende.
Und spätestens als in Andi Eder der nächste Ex-Münchner im Powerplay traf, hatte das Spiel seine Dynamik. Der EHC spielte keineswegs schlecht, aber es fehlte, was am Freitag noch so bemerkenswert funktioniert hatte. Eishockey-Chef Christian Winkler drückte es so aus: „Wir waren nicht scharf genug.“
Im Schlussviertel rannte man zwar trotz eines 1:4-Rückstands noch einmal munter an, doch Jonas Stettmer im Berliner Tor war an diesem Nachmittag nicht mehr zu bezwingen. Stattdessen packte Yannick Veilleux noch einen fünften Treffer drauf.RP