Kaltschnäuzig: Diaz traf zum 1:1-Ausgleich. © Imago
Leverkusen/München – Wenn man dem Internet vertraut, war die Partie gegen Leverkusen ein typisches Luis-Diaz-Spiel. Dort geistern nämlich zahlreiche Videos durch die Sozialen Medien, in denen absolute Traumtore auf kläglich vergebene Chancen folgen und sich extrem starke Dribblings mit überharten Tacklings abwechseln.
Die Quintessenz der Clips ist klar: Mit Diaz erwartet die Fans immer ein Spektakel – und mit seiner wilden Spielweise steht der Angreifer neben Toren, Dribblings oder vergebenen Chancen auch für hundertprozentige Intensität.
So kam es auch bei der Partie gegen die Werkself, in der Diaz gleich mehrfach im Fokus stand. Zunächst einmal mit seinem Ballverlust vor Bayers Führungstor, bei dem der Flügelstürmer sich den Ball abnehmen ließ und in der Hoffnung auf ein Foul das Spielen einstellte, anstatt hinterherzujagen.
Danach brillierte Diaz aber mit zahlreichen intensiven Sprints in die Spitze, scheiterte bei einem Abschluss einmal an seinem eigenen Standbein und verwandelte kurz danach eine Vorlage von Michael Olise zum 1:1. Es war der vorläufige Höhepunkt seiner Partie, nachdem Diaz zuvor außerdem eine Torvorlage abgepfiffen wurde, weil Harry Kane im Vorfeld den Ball mit der Hand berührt hat.
Doch Diaz sollte anschließend erneut in den Fokus rücken: Im Eins-gegen-Eins-Duell mit Bayer-Keeper Blaswich suchte der Kolumbianer den Kontakt des Keepers und bekam ihn auch. Weil er aber davor schon mit dem Fallen begann, zeigte Schiri Christian Dingert nicht auf den Elfmeterpunkt, sondern gab Diaz die zweite Gelbe Karte und verwies ihn vom Feld.
Eine überharte Entscheidung, die der Schiri später bereute, wie er nach Ansicht der TV-Bilder zugab. Diaz nützt das freilich nichts. Bayern bestätigte Sky, Einspruch eingelegt zu haben. Die Erfolgsaussichten sind gering.VT