Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim starten am heutigen Dienstag, 19.30 Uhr, in die Playoff Runde der DEL2 und damit in die schönste Zeit der Eishockey-Saison für Spieler, Trainer und Fans. Was nicht überrascht: Das Spiel ist bereits ausverkauft.
„Wir sind jetzt in den Play-offs, und was davor war, spielt keine große Rolle. Alles fängt bei null an und es geht darum, wie man das in den 60 Minuten macht. Das musst du dann viermal gutmachen, damit du weiterkommst,“ sagt Starbulls-Coach Jari Pasanen. Das gilt vor allem für die Serie gegen Regensburg, denn sollte es für die Rosenheimer so weitergehen wie in der Hauptrunde, kann das schnelle Aus kommen. Alle vier Spiele gegen die Eisbären gingen verloren.
Die Gründe, warum sich Rosenheim in dieser Saison gegen Rosenheim so schwer getan hat, sind schnell erklärt: Die Eisbären spielen diszipliniert, kompakt und sind ein gut funktionierendes Kollektiv. Ein Akteur bei Regensburg sticht aber heraus, und das ist Torhüter Jonas Neffin. Und genau das Torhüterduell könnte in dieser Serie entscheidend sein, wenn zwei der besten Keeper im direkten Vergleich aufeinandertreffen. Da ist es bei Rosenheim aktuell fast egal, wer zwischen den Pfosten steht: Christopher Kolarz liegt bei den Torhütern, die mindestens 20 Spiele absolviert haben, mit einem Gegentorschnitt von 2,12 auf Platz zwei, einen Rang vor Neffin. Oskar Autio überzeugte in seinen 32 Spielen mit einer Fangquote von 91,47 Prozent (Kolarz 91,6 und Neffen 92,88 /Platz 1).
Wer von den beiden starken Rosenheimer Keepern den Auftakt gegen Regensburg bestreitet, hängt davon ab, wie Trainer Pasanen mit seinen sechs Kontingentspielern jongliert. Spielt Autio, können nur drei weitere ausländische Feldspieler auflaufen, spielt Kolarz, kann der Starbulls-Coach noch vier Kontingentspieler aufbieten.
Jari Pasanen fordert: „Wir brauchen vor dem Tor viel Verkehr. Und dann müssen wir vor Neffin auch ein bisschen die Ellenbogen ausfahren, dass er nicht die Ruhe hat, sein Spiel zu spielen.“ HANS-JÜRGEN ZIEGLER