OBERLIGA-PLAYOFFS

Showdown für die Tölzer Löwen

von Redaktion

Fünftes Spiel gegen unbequeme Hammer – Peiting erhobenen Hauptes in die Sommerpause

Das möchte das Tölzer Eisstadion heute Abend erleben: Toranzeige und Jubel in der Fankurve. © Oliver Rabuser

Bad Tölz: Sie machen es spannend. Während alle anderen Achtelfinal-Teilnehmer in der Oberliga spätestens am Sonntag ihre Serie beendeten, gehen die Tölzer Löwen und die Eisbären aus Hamm über die volle Distanz. Nach 1:1-Seriengleichstand legten die Tölzer mit dem 3:1-Heimsieg am Freitag vor, brachten aber am Sonntag in Nordrhein-Westfalen eine 4:2-Führung nicht über die Zeit und mussten sich nach einer knappen Viertelstunde Overtime trotz bester Chancen mit 4:5 geschlagen geben. Ausgerechnet Pontus Wernerson-Libäck, der die Tölzer in der Serie bereits mehrfach zur Weißglut getrieben hat, sorgte für die späte Entscheidung für die Hammer. „Es ist ein spielerisch und läuferisch starker Gegner, der uns immer alles abverlangt“, sagt Trainer Axel Kammerer leicht angesäuert. Die Entscheidung muss nun diesen Dienstag (19.30 Uhr) beim Heimspiel im Tölzer Eisstadion fallen.

Schon am Freitag taten sich die Tölzer schwer, als sie trotz Überlegenheit und vieler Chancen mehrfach am gegnerischen Torhüter, den eigenen Abschlüssen und mangelnder Effizienz im – reichlich vorhandenen – Powerplay scheiterten. Am Sonntag drehten sie das Spiel in Hamm nach zweimaligem Rückstand zunächst. Dann aber gaben die Löwen nach 4:2-Führung kurz vor Schluss das Spiel doch wieder aus der Hand. Die Verlängerung hätten sie nach etlichen herausragenden Chancen gewinnen müssen. Doch am Ende einer fünfminütigen Tölzer Unterzahl ging das Spiel verloren, es kommt zum Showdown in Tölz.NIC

Peiting: Auf den ersten Blick sah es nach einem klaren Resultat aus. Der EC Peiting musste sich in der ersten Playoff-Runde den favorisierten Hannover Indians mit 0:3 in der Serie beugen. Zweimal lag eine Überraschung durch den ECP aber in der Luft. Im Heimspiel, das mit 3:4 verloren ging, und beim zweiten Auftritt am Pferdeturm in Hannover beim 4:5, fehlte den Pfaffenwinklern nicht viel, um als Sieger vom Platz zu gehen und eine vierte Partie zu erzwingen. Nur beim 0:6 im ersten Duell mit den Indians war der ECP chancenlos.

„Ich bin trotzdem stolz auf die Jungs. Sie haben mit einigen angeschlagenen Spielern super gekämpft und alles gegeben“, bilanzierte ECP-Coach Lanny Gare nach den drei Vergleichen gegen den Dritten der Oberliga Nord, der über eine DEL2-taugliche Mannschaft mit vielen hochkarätigen Namen verfügt.

Beim Heimspiel machten die Special-Teams den Unterschied, da den Peitingern im Gegensatz zu den Indians im Powerplay wenig gelang. Im dritten Vergleich mit den Indians vor über 4300 Fans im Pferdeturm zeigten die Peitinger große Moral. Dreimal glichen sie einen Rückstand aus. Letztlich erwiesen sich die Hannoveraner aber als effektiver, so dass sich der ECP „mit hoch erhobenem Haupt“, so Gare, in die Sommerpause verabschieden musste.RH

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