Urbig zurück im Teamtraining

von Redaktion

Torwart-Dilemma: Zwei Bayern-Talente stünden im Notfall bereit

Harry Kane 2014 gegen Tripolis. © Queenborough/Imago

Kam 2024 von Union Berlin: Leonard Prescott mit Torwarttrainer Michael Rechner. © Ruiz

Jonas Urbig (re.) dürfte nach seiner Gehirnerschütterung zurückkehren, Jannis Bärtl (li.) hält in der Regionalliga. © Ruiz

München – Gestern Vormittag an der Säbener Straße: Manuel Neuer trainierte wieder auf dem Rasen. Der Torhüter, der sich am 6. März bei seinem Comeback gegen Gladbach erneut einen Faserriss in der linken Wade zugezogen hatte, absolvierte kurze Sprints, hüpfte zwischen Ringen – und hielt am Boden Bälle. Geflogen ist der 39-Jährige allerdings noch nicht.

Die Einheit unter Aufsicht von Torwart-Trainer Michael Rechner und Reha-Coach Simon Martinello wirkte wie ein Test. Ein Einsatz am Mittwoch im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Atalanta Bergamo kommt für Neuer aber noch zu früh. Sven Ulreich, der sich am vergangenen Samstag in Leverkusen verletzt hat, steht ebenfalls nicht zur Verfügung.

Jonas Urbig hingegen dürfte rechtzeitig fit werden. Der 22-Jährige trainierte am Montagnachmittag wieder mit der Mannschaft. Hinter dem blickdichten Vorhang bereitete sich der Torwart, der vergangene Woche beim 6:1 im Hinspiel eine Gehirnerschütterung erlitten hatte, mit seinen Kollegen auf die Königsklassen-Partie am Mittwoch vor.

Obwohl alles darauf hindeutet, 100 Prozent sicher soll ein Urbig-Comeback noch nicht sein. Sollte der Ex-Kölner entgegen den Erwartungen nicht spielen können, kommt Leonard Prescott zum Einsatz. Jannis Bärtl wäre sein Ersatz.

Der 16-jährige Prescott, der gerade seinen Realschulabschluss macht, gilt als kompletter Keeper mit sehr guten Anlagen. Der 1,96-Meter-Hüne ist spielstark, hat gute Reflexe und strahlt schon jetzt eine Präsenz im Tor aus.

Hauptsächlich spielt der gebürtige New Yorker, der für die deutschen Nachwuchsnationalmannschaften aufläuft, in der U 19 der Münchner. Für seine Weiterentwicklung möchte Prescott, der 2023 von Union Berlin an den Bayern-Campus gewechselt ist, künftig regelmäßig auf Profiniveau spielen. Dem reflektierten Jungspund geht es um Perspektive. Sein Vertrag in München läuft 2027 aus.

Jannis Bärtl ist fußballerisch stark, beidfüßig und auch im Eins-gegen-Eins schwer zu bezwingen. Sein Vorbild ist Ex-ManCity-Keeper Ederson (aktuell Galatasaray Istanbul). Neben Fußball gehört Lesen zu seinen Interessen.

Seit dieser Saison ist der 19-Jährige (1,85 Meter) der Stammtorhüter der Amateure in der Regionalliga, wo er in den vergangenen sechs Partien viermal zu Null spielte. Zuvor war das Eigengewächs des FC Bayern zwei Jahre lang an die U 19 des Karlsruher SC verliehen. Dort empfahl sich Bärtl, der eine Wirtschaftsschule abgeschlossen hat, mit guten Leistungen für höhere Aufgaben beim deutschen Rekordmeister. Sein Vertrag in München läuft 2027 aus.PHILIPP KESSLER, VINZENT TSCHIRPKE

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