London – Kaum waren die geschlagenen Profis von Bayer Leverkusen aus ihren kühnen Königsklassen-Träumen gerissen, da holte sie das triste Tagesgeschäft schon wieder ein. Auf dem Rückflug ins Rheinland mussten Kapitän Robert Andrich & Co. schleunigst den Schalter im Kopf umlegen. Vom übermächtigen FC Arsenal zum Bundesliga-Schlusslicht Heidenheim – der harte, wenig glamouröse Kontrast stellt für die Werkself die Basis dar, um auch in der neuen Saison wieder Nächte auf Europas größter Fußballbühne erleben zu dürfen.
„Wir sind enttäuscht“, gab Trainer Kasper Hjulmand nach dem Achtelfinal-Aus beim vielleicht größten Titelfavoriten zu, doch Duelle, wie diese mit den gnadenlosen Gunners, seien zugleich „eine Motivation“ für den Endspurt in der Bundesliga. Und dieser führt die zuletzt so wankelmütige Werkself am Samstag (15.30 Uhr/Sky) nach Heidenheim.
Die Liga, in der die erneute Qualifikation in Gefahr ist, sei nun „das Allerwichtigste“, meinte Torhüter Janis Blaswich, der beim 0:2 (0:1) im Rückspiel eine höhere Pleite verhindert hatte. „So ein Wettbewerb“ wie die Champions League, „da wollen wir nächste Saison wieder dabei sein..“
Lange schlugen sich die Rheinländer jedenfalls nicht mit Aus herum. Zu dominant war Arsenal aufgetreten, zu mutlos agierten die Leverkusener. „Uns ist einfach zu wenig gelungen“, analysierte Blaswich.. Zu den besten Mannschaften des Kontinents, das wurde laut Hjulmand im Emirates Stadium deutlich, fehle Leverkusen „noch ein Stück“. Es brauche Zeit, harte Arbeit und Spiele auf diesem Niveau. Toptalente wie Ibrahim Maza, Christian Kofane oder Montrell Culbreath sammelten in dieser Saison immerhin wichtige Erfahrungen.
Die nächsten sollen bald folgen.SID