Als Harry Kane am Mittwochabend im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League in der 25. Minute zum Elfmeter antrat, bot sich für die Zuschauer ein ungewohntes Bild: Der Stürmer, so dachte man kurzzeitig, hat doch tatsächlich einen Strafstoß verschossen! Kurze Zeit später gab es dann aber Entwarnung: Weil Bergamo-Keeper Sportiello seine Torlinie verlassen hatte, musste der Elfer nochmal ausgeführt werden – was zum Vorhaben des Stürmers gehörte, wie Schlitzohr Kane nach der Partie erklärte.
„Vor dem Spiel habe ich gesehen, dass er gerne an der Grenze der Torlinie steht. Ich wusste also, dass er nach vorne geht, wenn ich verzögere“, beschrieb der Angreifer seinen Elfer-Plan. „Genau das ist dann auch passiert. Beim zweiten Mal ging es dann um Psychospielchen – und darauf hatte ich mich vorbereitet.“ So kam es dann auch: Kane verwandelte souverän zur Führung – und sein Plan ging auf.
Der Treffer allerdings war nur der Beginn eines Abends, an dem Kane mal wieder zum „Man of the match“ wurde. Zum 2:0 traf er mit dem „wohl schönsten Champions-League-Tor meiner Karriere“, nun steht er bei 50 Königsklassen-Treffern in 66 Spielen. Nur Erling Haaland (49) und Ruud van Nistelrooy (62) waren schneller.VT, HLR