Erneut nur Nebendarsteller

von Redaktion

DSV-Biathletinnen beim Weltcup-Finale chancenlos – Jeanmonnot endlich am Ziel

Das Gelbe Trikot gesichert: Die letzten zwei Rennen werden für Lou Jeanmonnot zum Schaulaufen. © Junge/dpa

Über eine Minute fehlte Vanessa Voigt zum Podium. Am Ende reicht es nur zu Platz 16. © Marit/AFP

Oslo – Vanessa Voigt machte auf dem Zielstrich nochmals einen Ausfallschritt, doch dabei ging es nur noch um Ergebniskosmetik statt um den ganz großen Coup. Die deutschen Biathletinnen haben zum Auftakt des Finals am legendären Holmenkollen erneut nur eine Nebenrolle gespielt. Es droht weiter die erste sieglose Weltcup-Saison der Geschichte, die Leistungen im Sprint machten nur wenig Hoffnung für das Wochenende. Voigt kam als Beste mit einer Strafrunde auf Rang 16, mehr als eine Minute fehlte zum Podest.

„Da war mehr drin. Ich habe mich auf der Strecke nicht so wohl gefühlt. Aber der eine Fehler am Schießstand muss nicht sein“, analysierte Voigt im ZDF. In der Nationenwertung verteidigte Deutschland trotz der durchwachsenen Ergebnisse den Vorsprung auf die sechstplatzierten Finninnen, die in Oslo ebenfalls schwächelten. „Das soll nicht arrogant klingen, aber das sollte schon drin sein für eine Biathlon-Nation wie Deutschland“, betonte Voigt.

Die Französin Lou Jeanmonnot sicherte sich nach der dramatischen Niederlage im Duell mit Franziska Preuß im Vorjahr vorzeitig den Gesamtweltcup, ist nach Platz sechs in den letzten beiden Rennen nicht mehr zu verdrängen. Den Tagessieg holte sich die fehlerfreie Schwedin Hanna Öberg in 20:20,4 Minuten, ihre Schwester Elvira (0 Fehler/+20,1 Sekunden) wurde Dritte. Dazwischen schob sich lediglich die Italienerin Lisa Vittozzi (0/+5,3).

Wegen deutlicher Plusgrade und der tiefen Strecke wurde kurzfristig die Startreihenfolge geändert und die Besten durften am Anfang starten. Den Deutschen half das nur wenig, die Ausgangslage für das Jagdrennen ist ungünstig. Julia Tannheimer (2/+1:32,1), Janina Hettich-Walz (2/+1:32,4) und Selina Grotian (1/+1:37,6) schafften es gerade so unter die besten 25, Julia Kink (1/+2:01,6) und Marlene Fichtner (1/+2:04,9) landeten jenseits der Top 30.

Noch bleiben fünf Rennen, um die erste sieglose deutsche Weltcup-Saison doch noch zu verhindern. Weiter geht es am Freitag (16.15 Uhr) mit dem Sprint der Männer, wo die Hoffnungen vor allem auf dem zuletzt formstarken Philipp Nawrath ruhen.SID

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