Miro Schluroff nimmt Maß. © Koch/Imago
Dortmund – Deutschlands Handballer haben ihren ersten Härtetest auf dem Weg zur Heim-WM bestanden. Exakt 300 Tage vor dem Turnierstart im kommenden Januar zündete die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason beim 41:38 (21:18) gegen Afrikameister Ägypten ein Offensiv-Feuerwerk und knüpfte nach dem Gewinn der EM-Silbermedaille bis zu einer wackligen Schlussphase an die starken Auftritte vom Jahresbeginn an.
„In erster Linie bin ich froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Jetzt schauen wir, was wir besser machen können, es war ein ganz schönes Torfestival“, sagte Torhüter David Späth bei ProSieben, fügte aber selbstkritisch an: „In der entscheidenden Phase machen wir zu viele Fehler. Das muss uns wachrütteln.“
Spielmacher Juri Knorr war vor 10.732 Zuschauern in der ausverkauften Dortmunder Westfalenhalle mit neun Toren der beste Schütze einer furiosen deutschen Offensive. Gegen den physisch starken WM-Viertelfinalisten entwickelte sich das erwartete temporeiche Duell. Die DHB-Auswahl musste sich gegen den enormen Rückraumdruck der Gäste immer wieder behaupten, fand aber vor allem im eigenen Angriff auch dank des nach der Pause entfesselten Knorr viele Lösungen. Auch als Ägypten beim 37:38 (59.) noch einmal verkürzte, gab Knorr die Antwort.
Der zweite Teil des Testspiel-Doppelpacks geht am Sonntag (15.30 Uhr/ProSieben und Dyn) in Bremen über die Bühne. Die Nordafrikaner seien „ein sehr guter Gegner, wo wir wirklich sehr gut spielen müssen, wenn wir uns weiterentwickeln und gewinnen wollen“, hatte Gislason im Vorfeld gemahnt.SID