Jetzt ist Karl wirklich der Große

von Redaktion

Die Bubis Pavic und Ofli eifern dem Neu-Nationalspieler nach: „Er ist das Vorbild“

Historisch: Karl – mit Tor und Assist. © Ruiz

Debütantenball: Ofli und Pavic. © Wagner/IMAGO

München – Für Lennart Karl wurde der Mittwoch ein langer Abend. Noch weit nach Mitternacht saß der 18-Jährige nach dem 4:1 (1:0) des FC Bayern gegen Atalanta bei der Doping-Kontrolle. Blöd, dass er so seinen Meilenstein – als jüngster Bayer überhaupt gelangen ihm in einem Champions-League-Spiel ein Tor und ein Assist – alleine genießen musste. Aber so ist es eben als „alter Hase“: Jeden kann es mal erwischen.

Als Karl die Arena verließ, war der Rest schon weg. Aber anders als Filip Pavic und Deniz Ofli, seine nun auch offiziellen Kollegen im Profi-Kader, kennt er die Wege inzwischen bestens. Die beiden Jungs, denen Vincent Kompany gegen Bergamo zu ihrem Debüt auf großer Bühne verholfen hatte, wurden nach draußen geleitet, um jede Kurve. Ihr Grinsen aber war trotzdem zu sehen – und es war so breit wie bei den Verantwortlichen des FC Bayern, die auf den neu eingeschlagenen Weg der Jugend extrem stolz sind.

„Wir haben jetzt acht Spieler unter 21, die ihr Debüt gegeben haben“, sagte Eberl über die Kopfrechnung, die er noch in der Kabine mit Christoph Freund und Vincent Kompany aufgestellt hatte. Auch die Namen Ofli und Pavic darf man sich merken, nicht nur, weil sie sich „sehr solide ins Spiel eingefügt“ haben, sondern weil ihr Weg gerade erst begonnen hat. Der von Innenverteidiger Pavic übrigens so früh wie bei noch keinem Bayern vor ihm: Am Mittwoch war der gebürtige Freisinger gerade mal 16, Jahre, einen Monat und 27 Tage jung.

Karl ist dagegen fast „alt“ – aber nicht nur deshalb taugt der Werdegang des Neu-Nationalspielers zum Blaupause für alle, die folgen. „Wenn junge Spieler die Möglichkeit bekommen, ist Lenni immer Vorbild“, sagte Eberl und skizzierte die Philosophie am Campus: „Man kann viel reden – aber bei uns kann man sehen. Wenn du arbeitest und fleißig bist, kriegst du deine Chance.“ Einen Spoiler gab Jan-Christian Dreesen: „More to come!“HLR, VT, PK

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