Feier-Abend: Vincenzo Grifo traf gegen Genk zum vorentscheidenden 3:1 – sein 106. Tor für den SC Freiburg. Damit ist er nun der Rekordtorschütze des Sport-Clubs. © IMAGO / Amberg
Freiburg – Sein ganz persönliches Andenken an einen „magischen Abend“ hatte sich Vincenzo Grifo rasch gesichert. „Diesen Ball darf ich auf jeden Fall mitnehmen“, sagte der frisch gekürte Rekordtorschütze des SC Freiburg nach seinem 106. Pflichtspieltreffer für die Breisgauer, „der wird bedruckt und in die Vitrine kommen“. Den 19. März 2026 will Grifo so für immer in Erinnerung behalten – zumal nicht nur er, sondern auch sein Club Geschichte geschrieben hatte.
Mit 5:1 (2:1) war der Sport-Club im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League über den KRC Genk hinweg gefegt und hatte sich so den ersten Viertelfinaleinzug im Europapokal der Vereinsgeschichte gesichert. Das 0:1 aus dem Hinspiel wurde durch den Torreigen im eigenen Stadion wettgemacht – auch dank Grifo, der seine Freude über die persönliche Bestmarke nicht verbarg.
„Es ist ein historisches Tor“, frohlockte der Deutsch-Italiener, der sich nach Abpfiff im Fanblock feiern ließ. Vor knapp zwei Wochen war er mit seinem 105. Treffer beim 3:3 in der Bundesliga gegen Leverkusen mit Nils Petersen gleichgezogen. Nun übertrumpfte Grifo den einstigen „Super-Joker“.
Zugute kam dem 32-Jährigen dabei der missratene Rückpass von Matte Smets – und sein instinktiver Torriecher, durch den er den Ball nur noch über die Linie drücken musste (53.). Nach dem 3:1 war die Tür für Freiburg geöffnet, Yuito Suzuki (57.) und Maxi Eggestein (79.) erhöhten noch, nachdem Matthias Ginter (19.) und Igor Matanovic (25.) in der ersten Hälfte den Grundstein gelegt hatten.
„Perfekter kann es gar nicht laufen“, befand Grifo später in den Stadionkatakomben. Die Euphorie wolle die Mannschaft nun auch ins Liga-Auswärtsspiel beim FC St. Pauli am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) mitnehmen. Im Viertelfinale der Europa-League wartet am 9. und 16. April dann Celta Vigo, zum Rückspiel reist der Sport-Club nach Spanien. „Schön am Meer, oder?“ fragte Grifo. Die Reiselust des Freiburger Rekordschützen ist noch lange nicht gestillt.SID