Nur die Gislason-Frage bleibt offen

von Redaktion

DHB-Team feiert 79-Tore-Spektakel gegen Ägypten

Dortmund – Alfred Gislason schwelgte nur zu gern in den EM-Erinnerungen. Eine „super Sache“ sei die nachgeholte Ehrung für die Silbermedaille bei der Europameisterschaft gewesen, sagte der Handball-Bundestrainer, der nach dem furiosen 79-Tore-Spektakel im WM-Härtetest gegen Afrikameister Ägypten den unzähligen Autogrammwünschen kaum gerecht werden konnte. „Das hatten die Spieler auch verdient. Ich glaube, sie waren extrem glücklich darüber.“

In der ausverkauften Dortmunder Westfalenhalle feierten die 10.732 Fans die DHB-Auswahl noch einmal für die magischen Wochen von Dänemark – und gaben einen Vorgeschmack auf das, was in 300 Tagen bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land warten dürfte. „Man konnte sehen, dass die letzte EM wieder ihre Früchte trägt – die Halle war wieder voll, die Resonanz ist super und es waren auch viele glückliche Kinder da“, sagte Rückraumspieler Miro Schluroff, ehe er sich nach dem furiosen 41:38 (21:18) wieder den mit Stiften bewaffneten Nachwuchshandballern zuwandte.

Schon am Sonntag (15.30 Uhr/ProSieben und Dyn) will Gislasons Mannschaft im zweiten Duell mit Ägypten in Bremen die Euphorie befeuern und weiteres Selbstvertrauen tanken – alles mit Blick auf die Heim-WM (13. bis 31. Januar 2027). Bis dahin, so viel ist seit Donnerstag klar, wird die Zukunft von Bundestrainer Gislason geklärt sein.

DHB-Sportvorstand Ingo Meckes will die Frage im Verband definitiv vorher beantworten, sich dabei aber nicht unter Druck setzen lassen. „Es wäre schlimm, wenn wir einen Monat oder zwei Monate, bevor die WM startet, keine Klarheit hätten“, sagte er am Rande der Ägypten-Partie. Einen „unmittelbaren Druck“ sehe man nicht. SID

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