Doppelpack: Serge Gnabry sendete ein deutliches Zeichen. © DeFodi/Imago
München – Was Serge Gnabry Rani Khedira da in den Katakomben der Allianz Arena erklärte? Wer den Doppeltorschützen nach dem 4:0 (2:0) des FC Bayern über Union Berlin gestikulieren sah, konnte schon ahnen, dass es um Szenen aus dem einseitigen Spiel gegangen ist. Angeboten hätten sich gleich zwei: das 2:0, bei dem der Nationalspieler nach einer schlecht geklärten Flanke kurzen Prozess machte – und das 4:0, bei dem er einen geblockten Schuss dankend verwertete.
Der erste Doppelpack der Saison war gleichbedeutend mit einer Kampfansage an die Konkurrenz in Bayerns Fabel-Offensive. Hallo Freunde! Auch ich bin noch da!
„Wahnsinn, überragend. Ein Glück haben wir mit dem verlängert“, sagte Joshua Kimmich schmunzelnd über die Leistung seines Kumpels, der in den vergangenen Wochen alles andere als ein Stammspieler gewesen ist. In der Bundesliga saß der 30-Jährige gleich zweimal 90 Minuten auf der Bank, ehe Vincent Kompany ihn gegen Union für den gesperrten Luis Diaz brachte. „Ich hatte viel Energie und wollte ein gutes Spiel machen“, gab er zu. Und fügte an: „Das ist zum Glück gelungen.“
Für einen, der als „Man of the Match“ ausgezeichnet wurde, waren das nicht viele Worte. Aber Gnabry ist eben Gnabry, in guten wie in schlechten Zeiten. Dass er in Kompany einen Mann hinter sich hat, der sagt: „Ich spreche immer gerne positiv über Serge, sogar noch mehr als über die anderen“, sprach hingegen Bände. Alle wissen: ein fitter Gnabry (wie 2020) ist Gold wert. Bleibt es so, erklärt er vielleicht bald Lamine Yamal seine Tore …HLR