Köln – Agit Kabayel ist längst wieder fleißig. Für seinen großen WM-Traum schwitzt der deutsche Schwergewichtsboxer täglich im Gym in Düsseldorf. Dabei steht der nächste Kampf des Hoffnungsträgers wahrscheinlich erst in rund sechs Monaten an. Und ob Dreifach-Champion Alexander Usyk dann der Gegner sein wird, ist mehr als fraglich.
Sein Ziel hat Kabayel fest vor Augen. „Wir peilen ganz klar einen WM-Kampf im September in Deutschland an“, sagte Kabayel. Als Interimsweltmeister der WBC hat Kabayel als Pflichtherausforderer Anspruch auf einen WM-Kampf gegen Usyk, diesen hat der Verband für den Herbst auch angeordnet. Das Problem: Kabayel spielt in den Zukunftsplänen von Usyk keine Rolle.
„Für ihn ist Kabayel ein No-Name. Er hat Anthony Joshua, Tyson Fury und Daniel Dubois geschlagen, war Cruisergewichts-Weltmeister, ist unangefochtener Champion im Schwergewicht – und dann kommt ein Kabayel, ein Junge aus dem Nichts, und nimmt ihm alles weg“, sagte Kabayel bewusst provokant.SID