Promi-Löwen im Wartezimmer

von Redaktion

Wie geht`s weiter mit Verlaat, Dähne, Jacobsen & Co.?

Auch nächste Saison noch Löwen? Bei den Innenverteidigern Raphael Schifferl (li.) und Jesper Verlaat läuft der Vertrag im Sommer aus. © Wagner/Imago

München – Vier verschiedene Spieler führten den TSV 1860 in dieser Saison bislang als Kapitän aufs Feld: Jesper Verlaat, Thore Jacobsen, Patrick Hobsch und Thomas Dähne. Auf dem Papier müssen sich die Löwen für die kommende Spielzeit in der K-Frage viele neue Gedanken machen: Bei Dähne, Jacobsen und Verlaat endet der Vertrag in wenigen Wochen. Verlängerung? Ungewiss.

Die Leitlöwen sind dabei nur drei von 15 Spielern, bei denen das Arbeitspapier im Sommer ausläuft. Die weiteren zwölf Namen: Morris Schröter, Tim Danhof, David Philipp, Maximilian Wolfram, Raphael Schifferl, Tunay Deniz, Clemens Lippmann, Noah Klose, Damjan Dordan, Miran Qela, Finn Fuchs und Paul Bachmann.

Ein brachialer Umbruch? Bei Weitem nicht für einen Drittligisten. Langfristige Verträge sind in der untersten Profispielklasse Deutschlands eher selten, die Fluktuation im Kader groß. Und dennoch ist die Meinung im Löwenlager klar: In der aktuellen Mannschaft steckt Potenzial, allzu viele Abgänge könnten die Entwicklung des Teams negativ beeinflussen.

Viel Arbeit also für 1860-Geschäftsführer Manfred Paula. Gut für die Löwen: Unsere Zeitung weiß aus Beraterkreisen, dass sich einige der genannten potenziellen Stammspieler einen Verbleib beim Tabellen-Siebten der 3. Liga gut vorstellen können. Verwundert sei man jedoch teilweise darüber, dass zwischen Vereins- und Spielerseite in manchen Fällen noch kein Austausch über eine mögliche Vertragsverlängerung stattgefunden habe.

Unsere Zeitung konfrontierte den Club mit den Aussagen und erhielt eine klare Antwort: Selbstverständlich befände man sich in Gesprächen mit Spielern, teilweise sogar bereits in sehr guten und weit fortgeschrittenen. Klar sei aber auch, dass noch nicht mit allen 15 Akteuren gesprochen worden sei. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Es stellt einen himmelweiten Unterschied dar, ob die Löwen die kommende Saison als Zweit- oder Drittligist planen. Noch dazu, weil sich einige Verträge im Aufstiegsfall automatisch verlängern würden. Die Entscheidung über die Ligenzugehörigkeit steht freilich noch aus, auch wenn die Tendenz nach dem bitteren 1:2 in Duisburg klar in Richtung Drittklassigkeit geht.

Während Paula und die Berater in den kommenden Wochen viel zu besprechen haben, gilt für die Löwenspieler ohnehin nur der Satz der deutschen Fußball-Legende Alfred Preißler: „Entscheidend is‘ auf‘m Platz!“ Da geht es für 1860 bereits am Samstag trotz der Länderspielpause um vieles. Im Totopokal-Halbfinale bei Jahn Regensburg (14 Uhr) wollen die Sechzger die Chance auf den DFB-Pokal aufrechterhalten. Der brächte frisches Geld in die Vereinskassen – und vermutlich die ein oder andere Vertragsverlängerung mit sich.MBU

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