Lennart Karl ist erstmals bei der Nationalmannschaft dabei. © Hufnagel/Imago
Sané war bei Galatasaray zuletzt nicht immer gesetzt. © Koeber/Imago
München – Manchmal lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit: Den WM-Kader von 2014 kennt noch nahezu jeder – die drei Spieler, die bei der letzten Länderspielphase vor dem Turnier dabei waren, es aber nicht in den WM-Kader geschafft haben, sind dagegen weniger populär: Sidney Sam, Marcell Janssen und André Hahn.
Auch in diesem Jahr muss der Bundestrainer einige Spieler streichen, die im aktuellen Aufgebot stehen, aber nicht mit nach Nordamerika reisen werden. Schließlich fallen derzeit mit Jamal Musiala, Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha allein drei Spieler aus, die ihren Kaderplatz für die WM sicher haben. Und es ist nicht auszuschließen, dass Julian Nagelsmann in zwei Monaten auf Spieler setzen will, die in ihren Clubs ein formstarkes Saisonende gespielt haben. Wer also muss in den Spielen gegen die Schweiz und Ghana um seinen Platz kämpfen?
Lennart Karl: Der Debütant will zeigen, dass er nicht umsonst so jung nominiert wurde. Im Verein hat er es geschafft, trotz der Rückkehr von Jamal Musiala weiter Spielzeit zu bekommen – ob es beim DFB genauso läuft, hängt auch von seinen (Trainings)-Leistungen in dieser Periode ab.
Leroy Sané: Der Flügelspieler bekam nach guten Leistungen für Galatasaray Istanbul das Vertrauen in dieser Länderspielphase. Allerdings war er zuletzt in den wichtigen Spielen gegen Liverpool nicht gesetzt. Auf dem Flügel gilt außerdem Said El-Mala als heißer Kandidat für eine spontane Nominierung im Sommer.
Angelo Stiller: Der Nachrücker ist vom Spielerprofil her ähnlich wie Pavlovic und Nmecha. Für ihn geht es nun darum, seine Klasse in den zwei Freundschaftsspielen zu beweisen.
Antonio Rüdiger: Kaum zu glauben, aber selbst der gestandene Innenverteidiger von Real Madrid muss sich beweisen. Schließlich kommt ihm eine neue Rolle als Nummer drei im Abwehrzentrum zu – und Rüdiger muss zeigen, dass er mit dieser Aufteilung umgehen kann.V. TSCHIRPKE, P. KESSLER