Lüneburg – Ein Vulkan am Spielfeldrand ist Stefan Hübner nicht. Der Trainer von Volleyball-Pokalsieger SVG Lüneburg hilft seinem Team in wichtigen Phasen mit kühlem Kopf. „Ich kann ja nicht jetzt eine Auszeit nehmen und dann losbrüllen: Leute, wir müssen jetzt ruhig bleiben!““, sagt der Erfolgscoach, der in dieser Saison noch das Triple holen kann. Diese Philosophie hat ihn zum begehrtesten Coach in Deutschland gemacht, er wurde schon als neuer Bundestrainer gehandelt. Doch Hübner hat in der Kleinstadt in Niedersachsen noch einiges vor.
Auf den Vizemeister und Deutschlands Trainer des Jahres 2025 kommen große Momente zu. Im CEV-Cup steht das Team gegen Greenyard VC Maaseik im Halbfinale. Nach dem 3:1 im Hinspiel könnte sich Lüneburg im Rückspiel zu Hause am 2. April sogar eine knappe Niederlage leisten und stünde trotzdem zum zweiten Mal nach 2024 im Endspiel. Am Samstag steht davor noch der Playoff-Auftakt in der Bundesliga gegen Herrsching an. Die Niedersachsen haben die Hauptrunde zum ersten Mal auf Platz eins vor Serienmeister Berlin Volleys beendet und gehen als Titelfavorit in die K.o.-Phase. Einen Titel hat man mit dem Pokal schon. Und niemand zweifelt, dass der Aufstieg Hübners Namen trägt. Der einstige Ausnahmespieler, versteht es, Mannschaften zu formen und zusammenzuschweißen.
Es ist angesichts dieser Qualitäten nicht überraschend, dass Hübner in Deutschland und international begehrt ist. Er entschied sich aber für eine langfristige Verlängerung in Lüneburg bis 2030. Bei der Bundestrainer-Frage habe er schon innegehalten und mit der Familie beraten, sagt Hübner. Fazit: „Das ist sicherlich eine ganz tolle, reizvolle Aufgabe, aber am Ende sind wir zu dem Schluss gekommen, dass nach wie vor für uns alles hier sehr gut passt“, sagt er. Doch: „Ich würde da niemals nie sagen.“ Immerhin das.DPA