Bully beim Fußball-Länderspiel! Die Hobby-Sportler vom RTL haben sich gestern allerdings nicht zum Eishockey verirrt. Nein, Bully Herbig und Stefan Raab, die großen alten weißen Männer des deutschen Fernsehhumors, haben mittellustig das Schweiz-Spiel kommentiert. Bei RTL+ und auf YouTube ging’s um den Fußballschuh des Manitu und um good old Gerd Rubenbauer. Wir, also quasi der alte weiße Mann der Sport-Fernsehkritik, haben für Sie den „War’s lustig?“-Check vom Fasel aus Basel.
– Lachen mit Lothar: Weil Bully und der Lena-Erfinder erst um halb neun loslegten, waren erstmal ganz handelsüblich Laura und Lothar dran. Aber auch das kann amüsant sein. Laura Wontorra versprach „eines der wichtigeren Testspiele“. Wäre aber auch ulkig gewesen, wenn sie zum Umschalten geraten hätte: „Heute isses mal echt unwichtig.“ Lothar, der laut Laura anstelle von „Let’s Dance“ Verbal-Tango tanzen sollte, hat sich vorgenommen, dass er mit 65 auch keine Grammatik mehr üben muss: „Wir können nur über einer geschlossenen Mannschaftsleistung, die einfach positiv denkt, diesen WM-Titel gewinnen.“
– Fips Effenberg: Stefan Raab ist praktisch der Stefan Effenberg des deutschen Fernsehens – die besten Zeiten sind Jahrzehnte her, aber daheim rumsitzen ist auch fad. Gleichzeitig ist er der neue Fips Asmussen, mit nachhaltigem Humor. Typischer Spruch gestern: „Weißt du, was ich schade finde? Dass Schade auf der Bank sitzt.“ Bayern-Fan Bully musste sich daran gewöhnen, „dass ich nicht für die Roten bin“. Er legte eine hübsche Gerd-Rubenbauer-Parodie hin und berichtete von seiner kurzen Fußballer-Karriere in Haching. Fips Effenberg reagierte nachvollziehbar: „Sei nicht sauer, wenn ich kurz einnicke.“ Die beiden waren die Einnickers Offenbach. „Man darf nicht das Spiel zuquatschen“, erkannte Raab, während er das Spiel zuquatschte.
– Erholung mit Wolff Fuss: Nach einer Halbzeit waren wir mit der Gesamtsituation so unzufrieden, dass wir zum normalen RTL umschalteten. Das hätte man auch nicht gedacht, dass man Wortskanone Wolff Fuss zuhört, um die Ohrwaschl zu entlasten. Fussi lieferte kurzweilig wie immer ab. Er spürte zwischenzeitlich, dass der WM-Titel für Deutschland so realistisch ist wie ein Pinguin beim Schachspielen: „Das Ergebnis spült viel Wasser in den Wein.“