Alvaro Arbeloa (l.) nimmt Federico Valverde in den Arm. © Breton/dpa, Del Pozo/AFP
Madrid – In den Sozialen Medien kursiert gerade ein Video, das zeigt, wie mächtig die Stars von Real Madrid sind. In der Schlussphase des Derbys am vergangenen Wochenende gegen Atletico Madrid (3:2) soll Trainer Alvaro Arbeloa Vinicius Jr. um Erlaubnis gebeten haben, ihn auszuwechseln. Der egozentrische Brasilianer nickt und zeigt ihm den Daumen hoch. Nach 87 Minuten geht der Doppeltorschütze vom Platz und umarmt Arbeloa innig.
Der 43-Jährige kommt gut an bei der Mannschaft. Und zwar so sehr, dass sich die Spieler sogar für eine Verlängerung seines 2027 auslaufenden Vertrags starkmachen. Darunter Federico Valverde, Thibaut Courtois, Aurelien Tchouameni, Antonio Rüdiger und eben Vini. Was die Stars schätzen: Spielen sie schlecht, nimmt Arbeloa öffentlich die komplette Schuld auf sich. Zudem lobt er seine Profis in Pressekonferenzen stets überschwänglich über alle Maßen.
Sein Vorgänger Xabi Alonso war mit seinem Vorgehen, den Stars Disziplin beizubringen, krachend gescheitert. Arbeloa orientiert sich mit seinem Coaching-Stil eher an Carlo Ancelotti und Zinedine Zidane, die die Mannschaft seit 2014 mit langer Leine zu sechs Champions-League-Titeln geführt haben.P. KESSLER