Miami – Auch die Aussicht auf das nächste Duell mit dem Angstgegner vermochte Alexander Zverevs glänzende Laune nicht zu trüben. Im Gegenteil. Er freue sich, sagte der Tennisstar breit lächelnd, auf die „härteste Prüfung“ im Halbfinale des Miami-Masters gegen Jannik Sinner: „Ich fühle mich ziemlich gut und werde tun, was ich tun muss.“
In der Nacht auf Samstag (nach Redaktionsschluss) forderte Zverev den Weltranglistenzweiten aus Südtirol abermals heraus. Zwei Wochen nach der klaren Niederlage im Halbfinale von Indian Wells, mit sechs Pleiten nacheinander in direkten Duellen im Gepäck, aber eben doch voller Zuversicht. Der Grund: Der Hamburger wähnt sich insgesamt auf einem guten Weg.
Denn Zverev ist ja auf einer Mission unterwegs. Einer, auf der Ergebnisse kurzfristig nur eine Nebenrolle spielen und an deren Ende der ersehnte erste Grand-Slam-Titel stehen soll. „Ich habe das ganze Jahr über davon gesprochen, dass ich versuche, aggressiver zu spielen“, erklärte er im launigen Interview mit dem Tennis Channel, und schob hinterher: „Heute hat das perfekt geklappt.“
Heute, damit bezog sich der Tokio-Olympiasieger auf sein überzeugendes Viertelfinale gegen Francisco Cerúndolo. In nur 65 Minuten verpasste er dem Argentinier eine 6:1, 6:2-Reibe – und erreichte damit in Miami das Halbfinale.
Gegen Sinner soll es genauso weitergehen. Er habe gegen den Italiener zuletzt zwar „einige sehr knappe Spiele“ gehabt, aber sie seien eben immer zu seinen Ungunsten ausgegangen. Die Zweisatzniederlage in Indian Wells, bei der es Zverev laut eigener Aussage ein wenig übertrieben hatte mit der aggressiven Spielweise? Abgehakt.SID; FOTO: LAVANDIER/DPA