Stars unter sich: Saugstrup (l.) gegen Berlins Gidsel. © dpa
Magdeburg – Der SC Magdeburg hat großen Schritt in Richtung Meistertitel gemacht. Der Champions-League-Sieger triumphierte in einem hochklassigen Duell gegen Titelverteidiger Füchse Berlin 35:33 (15:15) und liegt jetzt acht Punkte vor den Berlinern. Der SCM verdiente sich den Erfolg durch eine ganz starke zweite Halbzeit. „Es war eine anstrengende Woche, wir wollten unser Niveau der vergangenen Wochen und Monate steigern. Diese Leistung heute zu bringen, war fantastisch“, sagte Magdeburgs Gisli Kristjánsson: „Jetzt ist die Meisterschaft 100 Prozent in unseren Händen. Da kann uns nur unser Kopf oder fehlende Mentalität stoppen.“ Tatsächlich ist die Meisterschaft rechnerisch zwar noch nicht entschieden, aber die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert hat nun alle Trümpfe in der Hand.
Bester SCM-Torschütze am Samstag war Magnus Saugstrup mit neun Treffern, bei den Füchsen ragte wie so oft Welthandballer Mathias Gidsel mit elf Toren heraus. Auch die Torhüter spielten eine entscheidende Rolle. Füchse-Keeper Dejan Milosavljev entnervte Magdeburg vor allem im ersten Durchgang mit vielen parierten Siebenmetern, SCM-Torhüter Matej Mandic hatte jedoch entscheidenden Anteil an der starken zweiten Halbzeit.
„Wenn einer Magdeburg schlagen kann, dann ist es am ehesten Berlin“, hatte Bundestrainer Alfred Gislason im Vorfeld gesagt. Die Füchse begannen sehr konzentriert und variabel im Offensivspiel. Im Tor konnten sie sich auf Milosavljev verlassen, an dem der SCM vor allem bei den Siebenmetern kaum vorbeikam.
Dennoch gelang es keinem Team, sich abzusetzen. Das Spiel war wie erwartet umkämpft und offen, die Füchse hatten im ersten Durchgang Vorteile. Doch mit der Unterstützung der Fans und des Keepers Mandic arbeitete sich der SCM ins Spiel und zum Sieg.SID