IM BLICKPUNKT

Malinin schwebt zum WM-Titel

von Redaktion

Ilia Malinin wirkte mitten auf dem Eis wirklich glücklich. Vierfach-Gott feierte einen Triumph der Leichtigkeit, eine Goldmedaille für den Größten – nur leider sechs Wochen zu spät. Die Olympia-Dämonen werden den US-Star wohl noch einige Jahre verfolgen. „Das sind zwei verschiedene Dinge“, sagte Malinin nach seinem WM-Titel in Prag, dem dritten nacheinander, im Interview mit USA Today: „Es ist gut, dass ich die Saison mit einem guten Ergebnis abschließen konnte, und darauf bin ich stolz, aber letztendlich sind es zwei völlig unterschiedliche Wettbewerbe. Die wahre Wiedergutmachung wird es 2030 geben.“ Fast 23 Punkte, eine kleine Welt im Eiskunstlauf, hatte er nach der Kür am Samstag Vorsprung auf Yuma Kagiyama aus Japan, dessen Landsmann Shun Sato lag noch weiter zurück auf dem Bronzerang. Malinin reichte in Abwesenheit von Olympiasieger Michail Schaidorow aus Kasachstan eine Vorstellung ohne das letzte Risiko – zwar inklusive Rückwärtssalto, doch den Axel sprang er nur dreifach. „Diese Entscheidung gehörte zu meinem Gefühl, den letzten Wettkampf der Saison genießen zu können“, sagte der 21-Jährige. Überhaupt: Den Druck, der zu den Olympia-Stürzen geführt hatte, will er nie wieder spüren. „Jetzt ist es Zeit, dass ich meinen eigenen Weg gehe und tue, was ich möchte.“JOSEK/DPA

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